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Hohe Spritpreise in Peine: Autofahrer ärgern sich

Peine Hohe Spritpreise in Peine: Autofahrer ärgern sich

Kreis Peine. Kurz vor Ostern haben die Spritpreise im Peiner Land Rekordniveau erreicht: Aktuell wird für einen Liter Super zum Beispiel über 1,70 Euro fällig.

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Banger Blick zur Zapfsäule: Manfred Gladenbeck ist sauer über die hohen Spritpreise.

Quelle: js

An Peiner Tankstellen werden für Autofahrer Rekordpreise fällig: Über 1,70 Euro kostete gestern vielerorts ein Liter Super-Benzin. Und das, „obwohl sich der Rohöl-Preis über die Osterzeit eigentlich nicht ändert“, wie der Betreiber der Stederdorfer Tankstelle Elli Oil, Dirk Elligsen, schildert.

Es sei aber nicht wahllos erhöht worden. „Andere Kosten als das Rohöl treiben den Preis hoch. Der Bedarf an Sprit ist über die Feiertage riesig“ - eigentlich dürften Lkw an Sonn- und Feiertage keinen Sprit über die Autobahn liefern. „Müssen sie aber, um die Nachfrage zu bedienen. Die Sondergenehmigungen kosten viel Geld.“ Auch der verhältnismäßig schwache Euro sei Auslöser. Dennoch erwartet Elligsen bald sinkende Preise, versprechen könne das aber niemand. „Vor fünf Jahren hätte keiner gedacht, dass der Spritpreis mal über 1,70 Euro geht. Es kann sein, dass Sprit irgendwann zwei Euro kostet, das kann niemand vorhersagen.“

Eine Änderung im Kaufverhalten hat Jens Satzer vom SB-Tanktreff Telgte beobachtet: „Die Leute tanken nicht weniger als bei niedrigeren Preisen. Es gibt aber viele, die auf E 10 umgestiegen sind“ - das sei im Schnitt immerhin vier Cent günstiger als Super. Satzer rechnet jedoch nicht damit, dass die Spritpreise noch deutlich steigen: „Der Zenit ist mit der Marke ‚1,70‘ meiner Meinung nach erreicht“ - doch schon dieser Preis sorgt bei Verbänden und Kunden für gehörigen Ärger.

Autofahrer Manfred Gladenbeck aus Telgte kann die hohen Spritpreise nur noch mit Spott ertragen. Er sagte: „Demnächst können wir uns Sprit wohl nicht mehr leisten. Dann gehe ich halt zu Fuß.“ Vor allem die Öl-Konzerne macht der 67-Jährige verantwortlich: „Die machen mit uns, was sie wollen. Das beweisen sie täglich aufs Neue.“

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt kann sich die derzeiten Rekord-Spritpreise nicht erklären. Auf PAZ-Nachfrage erläuterte Pressesprecherin Stefanie Langwald: „Wir bezweifeln, dass politische Krisen oder steigende Rohölpreise die tatsächlichen Gründe sind. Es muss dringend etwas passieren.“

js

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