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Stadt Peine Hitzige Debatte beim Wolf-Experten-Vortrag
Stadt Peine Hitzige Debatte beim Wolf-Experten-Vortrag
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20:00 24.09.2018
Auf dem Vormarsch? Das Thema Wölfe wird kontrovers diskutiert. Quelle: Archiv
Vöhrum

Die Veranstaltung ist zwar schon einige Zeit her, das Thema aber nach wie vor aktuell: „Wollen wir den Wolf? Oder wollen wir den Wolf nicht?“ Diesen Fragen ging der SPD-Ortsverein Vöhrum-Eixe-Röhrse im Bürgerhaus „Alte Pfarrei“ nach. Den Vortrag hielt Lüder Richter, Wolfsbeauftragter des Landkreises Peine.

Worte, Bilder und Fakten das Thema

Richter brachte Anschauungsmaterial mit und konnte mit Worten, Bildern sowie Fakten das Thema und die damit verbundene Problematik anschaulich vermitteln. Auch wenn es in der Diskussion bisweilen emotional wurde, klärte der Referent durch seine ruhige, sachliche Art die Zuhörer immer wieder auf.

„Der Wolf ist keine Gefahr“

Reizthemen waren – wie so oft bei diesem Thema – die Gefahren für Menschen und die wirtschaftlichen Folgen für Tierhalter. Eines machte Lüder Richter stets deutlich: Der Wolf ist keine Gefahr für die Menschen. Seine Ausbreitung und sein Verhalten würden genau überwacht und aufgezeichnet.

Tollwut ist nicht mehr vorhanden

Da die Tollwut seit 2008 in Deutschland nicht mehr vorhanden sei und bisher auch nicht durch eingewanderte Tiere wieder eingeschleppt wurde, gebe es auch bei den Wölfen keine Tollwut. Grundsätzlich gelte für den Wolf der Schutzstatus nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie das Nationale Bundesnaturschutzgesetz.

Ein Wolf aus dem Nationalpark Bayrischer Wald bei Neuschönau. Quelle: dpa-Zentralbild

Nicht immer ist der Wolf schuld

Aufgrund des Artenschutzes ergibt sich gerade in Norddeutschland ein Konfliktpotenzial mit den Tierhaltern, insbesondere mit den Schafhaltern. Dazu bemerkte Richter, dass aber nicht der Wolf in jedem Fall schuld sei, wenn Tiere gerissen werden. In vielen Fällen seien auch freilaufende Hund die Verursacher.

Einzäunungen als Schutz

Wichtig und äußerst wirksam seien lückenlose Einzäunungen, die einen wolfabweisenden Schutz darstellen, und als ergänzende Maßnahme der Einsatz von Herden-Schutzhunden. Wobei auch schon mit dem Einsatz von Eseln und Lamas als zusätzlichen Herdenschutz experimentiert wurde, so der Experte.

Der Wolfsberater

Lüder Richter ist ehrenamtlich als Wolfsberater tätig, in dieser Funktion nimmt er alle Hinweise zum Wolf und zu Rissen von Nutz- sowie Wildtieren entgegen. Er nimmt sie auf, dokumentiert diese, informiert und berät zu Präventionsmaßnahmen für den Herdenschutz. Kontakt: Telefon 05171/3993 oder 0151/17123721, E-Mail luederrichter.jagd@t-online.de.

Von Alex Leppert

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