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Stadt Peine Sally Perel kommt im September nach Peine
Stadt Peine Sally Perel kommt im September nach Peine
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08:39 29.08.2018
Sally Perel (93), Autor des Buches „Ich war Hitlerjunge Salomon", kommt nach Peine. Quelle: Archiv
Peine

Salomon Perel, auch bekannt als Sally Perel, kommt in seine Geburtsstadt Peine. Er folgt damit einer Einladung des Industrie- und Wirtschaftsvereins, der Burgschule und des Serviceclubs Round Table Peine und der Peiner Allgemeinen Zeitung.

Lesung vor Schülern der Burgschule und der Gunzelin-Realschule

Am Donnerstag, 20. September, wird der seit 1945 in Tel Aviv (Israel) lebende jüdische Autor vor etwa 200 Schülern des neunten und zehnten Jahrgangs der Grund- und Hauptschule Burgschule und des neunten Jahrgangs der Gunzelin-Realschule lebendigen Geschichtsunterricht erteilen.Er wird aus seinem Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ vorlesen und anschließend mit den Schülern über die Zeit des Nationalsozialismus und den Krieg diskutieren.

Schüler bereiten sich im Unterricht auf Begegnung vor

„Es ist natürlich schön, wenn wir so einen berühmten Zeitzeugen zu Gast haben. Das ist für die Schüler und uns schon etwas Besonderes“, sagt Jan-Philip Schönaich, Rektor der Burgschule.

Burgschule Jan-Philipp Schönaich Quelle: Michael Lieb (Archiv)

Schönaich ergänzt: „Die Schüler befassen sich derzeit intensiv in ihren Unterrichtsinhalten mit der damaligen Zeit. Sie bereiten auch ein großes Bodenbild vor, bei dem anhand eines Güterzuges die Stufen des Zweiten Weltkrieges symbolisiert werden sollen.“

Perel freut sich persönlich auf Besuch in Peine

Auch Perel persönlich freut sich auf den Besuch in Peine, wie er gegenüber der PAZ betont: „Ich bin immer gern in meiner Geburtsstadt. Dort besuche ich mein Elternhaus am Damm und poliere mit meinen Begleitern auch immer noch mal die Stolpersteine zum Gedenken. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich nach Peine komme und mich an meine schönen Kindheitsjahre erinnern kann.“ Gerade habe er Bilder des renovierten Elternhauses gesehen, es gefalle ihm sehr gut, sagt er. Zwei bis drei Mal jährlich kommt der mittlerweile 93-Jährige nach Deutschland, um vor Publikum über sein Leben zu berichten.

Abends zweite Lesung vor geladenen Gästen

Eine zweite Lesung und anschließende Gespräche mit dem in Israel lebenden Schriftsteller findet am Abend ebenfalls in der Burgschule statt. Hierzu sind Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur eingeladen.

Gordon Firl. Quelle: Michael Lieb (Archiv)

Gordon Firl, Vorsitzender des Industrie und Wirtschaftsvereins, bekräftigt mit der Einladung Perels: „Wir können aus der Vergangenheit lernen und es besser machen.“

Die Geschichte von Sally Perel

Sally, eigentlich Salomon, Perel wurde am 21. April 1925 als Sohn jüdischer Eltern in Peine geboren. Dort verbrachte er seine ersten Kindheitsjahre, bis seine Eltern 1938 ins polnische Lodz flüchteten. Von dort aus schickten ihn seine Eltern 1939 gemeinsam mit einem Bruder in den sowjetischen Teil Polens, um nach Russland, dem Herkunftsland der Eltern, zu kommen. Durch die Kriegswirren vom Bruder getrennt, kam Perel in ein russisches Waisenhaus. 1941, im Zuge des deutschen Angriffes wurde der Jugendliche von der Wehrmacht gestellt und behauptete, sogenannter Volksdeutscher zu sein. Ihm wurde geglaubt, von da an diente er aufgrund seiner guten Sprachkenntnisse als Dolmetscher und kämpfte auch an der Ostfront. Perel, oder Josef Perjell, wie sein Deckname lautete, wurde von einem deutschen Hauptmann adoptiert. Dieser schickt ihn nach Braunschweig auf eine Eliteschule der Hitlerjugend in Braunschweig, wo er die restliche Kriegszeit als Hitlerjunge verbrachtet. Kurz vor Kriegsende wurde er noch einmal im sogenannten Volkssturm eingesetzt und geriet in sowjetische Gefangenschaft. Seit 1945 lebt er in Tel Aviv (Israel).

Von Antje Ehlers

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