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Stadt Peine Henrik Kühn verlässt nach 20 Jahren die Landkreis-Verwaltung
Stadt Peine Henrik Kühn verlässt nach 20 Jahren die Landkreis-Verwaltung
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07:00 18.03.2018
Henrik Kühn verlässt Landkreis Peine und wird Amtsleier Schule bei der Stadt Peine. Quelle: privat
Peine

„Es war eine schöne Zeit, aber nun freue ich mich auf meine neue Herausforderung“, sagt der 49-Jährige. „Bildung ist eine Aufgabe, die es sich lohnt zu unterstützen und für die es sich lohnt, sich kreativ einzubringen.“ Kühn ist der Überzeugung, dass Bildung „in einem Netzwerk aus Schule, Jugend- und Freizeitangeboten, Familie, Stadtumfeld sowie natürlich Politik und Verwaltung“ stattfindet. „Wesentliche Teile dieses Netzwerkes können von der Stadt beeinflusst werden“, meint Kühn. „Das finde ich spannend – ebenso wie die Herausforderung der Leitung eines Amtes mit rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Beim Landkreis leitete Kühn auch das Kreistagsbüro und hatte neben dem Pressesprecher-Job und der Referententätigkeit für den Landrat unter anderem die Bearbeitung von Dienstaufsichtsbeschwerden für das gesamte Haus zu verantworten. „Bei meiner Tätigkeit stand ich in ständiger Kommunikation zu politischen Vertretern, den Mitarbeitern und zu unseren Einwohnern. Es macht mir Spaß, mich in einem solch komplexen Geflecht engagieren zu können.“ Dem Bildungssektor misst Kühn persönlich eine hohe Bedeutung zu. „Als ich sah, dass meine Heimatstadt für den Bereich Bildung und Kultur einen neuen Amtsleiter suchte, war mein Interesse sofort geweckt“, erzählt der 49-jährige Familienvater.

Bereits 1984 startete Kühns Laufbahn beim Landkreis Peine mit der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. 1995 legte er die 2. Verwaltungsprüfung ab, seit 1998 war er schließlich Pressesprecher des Landkreises – zunächst beim damaligen Oberkreisdirektor Dr. Peter Schroer und seit dem Jahr 2000 unter Landrat Franz Einhaus. Seit zwölf Jahren leitet Kühn das damals neu gebildete Referat 1 für Landrat, Kreistag und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung.

Mittendrin statt nur dabei

„Als Pressesprecher müssen Sie immer der am besten informierte Mann der Verwaltung sein“, hatte Kühn einst bei einer Fortbildung zu Beginn seiner Tätigkeit gelernt. „Das habe ich auch immer versucht, zu beherzigen. Glücklicherweise wurden mir dafür die richtigen Rahmenbedingungen geboten.“ Als direkter Mitarbeiter des Landrats hatte Kühn Zugang zu so gut wie allen Informationen, Sitzungen und Besprechungen. „Dazu gehört ein erhebliches Maß an Vertrauen und ein großer Gestaltungsspielraum, was mir jeweils auch entgegengebracht und eingeräumt wurde“, erklärt Kühn. „Das weiß ich zu schätzen.“ Und oftmals machte sich Kühn auch persönlich ein Bild. Ob er sich etwa der Amtstierärztin anschloss, um den Schimpansen Robby im Zirkus zu begutachten oder an einer nächtlichen Razzia des Landeskriminalamtes mit dem Ordnungsamt teilgenommen hat – „Mittendrin statt nur dabei“ war für Kühn mehr als nur ein Sinnspruch.

Eine Geschichte, die sich erst in jüngster Vergangenheit abgespielt hat, hat den verheirateten Mann und Vater einer zwölfjährigen Tochter besonders beeindruckt. „An die akute Situation der Flüchtlingsaufnahme in der Gebläsehalle ab Herbst 2015 bis ins Jahr 2016 hinein denke ich noch heute häufig zurück“, sagt Kühn. „Ich denke deshalb gern daran zurück, weil es mich damals wirklich stolz gemacht hat, für eine Behörde zu sprechen, die es mit ihren Mitarbeitern und natürlich der Hilfe von unglaublich vielen Ehrenamtlichen und den Hilfsorganisationen geschafft hat, in kürzester Zeit so etwas auf die Beine zu stellen. Die Dankbarkeit und den Blick in die Gesichter der Menschen, denen geholfen wurde - so etwas vergisst man nicht mehr so schnell.“

Und auch Kühn wird in der Peiner Presselandschaft nicht so schnell vergessen werden. Der Kreis-Sprecher, der noch bis Donnerstag im Dienst ist und dann von seinen Mitarbeitern und dem Landrat Franz Einhaus verabschiedet wird, blickt auf eine „vertrauensvolle Arbeit“ mit unseren Redakteuren zurück. „Natürlich gab es auch mal die eine oder andere fachliche Diskussion. Aber das ist völlig normal“, so Kühn. „Am meisten habe ich an meiner Arbeit immer das persönliche Gespräch geschätzt. Denn die Arbeit setzt Vertrauen voraus und dieses wächst mit der Zeit.“

Von Janine Kluge

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