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Handwerks-Innungen sprechen 44 Auszubildende frei

Große Feierstunde in Stederdorf Handwerks-Innungen sprechen 44 Auszubildende frei

Lob, Gratulationen und jede Menge gut gemeinter Tipps und Ratschläge: In einer großen Feierstunde im Stederdorfer Hotel und Restaurant Schönau sind gestern 44 Handwerks-Lehrlinge nach erfolgreich abgelegter Prüfung freigesprochen worden.

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Die jungen Handwerks-Gesellinnen und –Gesellen hatten nach der bestandenen Prüfung allen Grund zur Freude.

Quelle: Foto: Melanie Stallmann

Kreis Peine. Von den Obermeistern der entsprechenden Innungen erhielten sie vor zahlreichen Gästen - unter ihnen auch der 1. Stellvertretende Landrat Matthias Möhle und Peines Bürgermeister Klaus Saemann - die Gesellenbriefe und wurden damit in den Berufsstand aufgenommen.

Mit 16 Gesellen stellte die Kfz-Innung die meisten Prüflinge, dicht gefolgt von der Metall-Innung (13). Die Innung für Sanitär, Heizung und Klima zeichnete acht Gesellen aus und die Elektro-Innung übergab sieben Nachwuchskräften den begehrten Brief. Als bester Prüfling wurde der Elektroniker (Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik) Oliver Kreiling von der Vechelder Firma Friedrich Ohlms ausgezeichnet (Note: 2,0).

In seiner Rede hob Dr. Andreas Bierich (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaften Braunschweig-Gifhorn und Peine), der die Freisprechung stellvertretend für den erkrankten Kreishandwerksmeister Lutz Seidel übernommen hatte, hervor, dass die Zeiten, in denen Betriebe unter einer Vielzahl geeigneter Jugendlicher den perfekten Ausbildungskandidaten auswählen konnten, längst vorbei seien. Vielmehr blieben heute viele Lehrstellen unbesetzt, weil sich keine geeigneten Männer oder Frauen mehr finden. „Nun kann man sich hinstellen und auf die Jugend schimpfen, auf die Schule und auf das Elternhaus - nur das hilft alles nicht wirklich weiter“, betonte er. Die Zahl der Bewerber sinkt, das lasse sich nicht schönreden. Also sei es Aufgabe der Unternehmer, darüber nachzudenken, wie sich engagierte und interessierte Jugendliche als Auszubildende gewinnen ließen. Zumal gerade kleine und mittlere Betriebe laut einer Umfrage unter Jugendlichen die größten Chancen hätten, wenn sie ihre spezifischen Stärken ausspielen würden. Und dazu zählten kleine Arbeitseinheiten und familiäres Miteinander genauso wie ein direkter und offener Kontakt zum jeweiligen Ausbilder.

Den jungen Handwerksgesellen, die sich vor dreieinhalb Jahren ganz bewusst für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden hätten, wünschte er weiterhin viel Erfolg.

Mehr zur Freisprechung lesen Sie auf der Sonderseite in der PAZ-Printausgabe.

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