Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Handfester Streit um Jungbauern

Sievershausen Handfester Streit um Jungbauern

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Sievershäuser Brummerbühne bot den Zuschauern in ihrer Premierenvorstellung „Vier Hände für ein Euter“ im Saal des Hotels Fricke einen spannungsreichen, kurzweiligen Abend.

Voriger Artikel
Mit Harry Rowohlt in der Box-Arena
Nächster Artikel
Notarztwagen auf dem Weg zum Unfall gerammt

Helle Aufregung: Bauer Focko hat gerade eine Ratte aus der Dusche geangelt, während Kandidatin Hannelore sich das von ihrer Konkurrentin Silvia an den Kopf geworfene Ei abwischt. Erstaunt sehen Moderatorin Vera (links) sowie ihr Assistent Matthias (von rechts), Mutter Marga und Nachbarin Brunhilde zu. Aufgedonnert präsentieren sich die beiden Kandidatinnen Silvia (links) und Hannelore dem Bauern Focko (rechts). Ganz links sieht Kameramann Matthias dem Geschehen zu.

Sievershausen . Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Sievershäuser Brummerbühne bot den Zuschauern in ihrer Premierenvorstellung „Vier Hände für ein Euter“ im Saal des Hotels Fricke einen spannungsreichen, kurzweiligen Abend.
Schauplatz der Handlung ist ein Wohnzimmer einer Bauernfamilie. Schon seit langer Zeit bemüht sich der Jungbauer Focko Hinrichs (Uwe Anders) eine passende Frau zu finden. Mutter Marga Hinrichs (Inta Graß) versucht über die Serie eines privaten Fernsehsenders dieses Problem zu lösen.

Von 124 Bewerberinnen werden zwei, Hannelore Melzer (Bianca Schäffer) und Silvia Engelke (Tina Müller), für „akzeptabel“ befunden und auf den Hof eingeladen. Das Fernsehteam mit Moderatorin Vera Westermann (Bianka Hoppenworth) und Kameramann Matthias Henning (Marcel Burgdorf) rückt an und beobachtet die beiden Kandidatinnen bei ihren ungewohnten Probearbeiten.

Dass diese sich ständig beharken und gegenseitig ankeifen, trägt zur Kurzweil des Stückes bei. Ganz zur Freude des Privatsenders: „Skandale erhöhen die Einschaltquote“, sagt die Moderatorin. Nachbarin Brunhilde Kowalski (Maren Kühn) und der neue Knecht Björn Hoppe ( Stefan Kaiser) erzeugen mit ihren Auftritten stets spontane Lacher.
Nach der „Probezeit“ und dem vorzeitigen Abgang einer Kandidatin, trifft Focko seine Wahl. Aber bis dahin häufen sich Verdächtigungen und Verwechslungen. Manche Handlungsabläufe lösen spontanen Applaus beim klatsch-freudigen Publikum aus. Lang anhaltend dann auch der Schlussbeifall.

Uwe Anders als Bauer Hinrichs lässt anfangs alles über sich ergehen, tritt im Handlungsverlauf immer stärker auf und spielt seine Rolle als Hauptperson talentiert aus. Inta Graß als Mutter ist seit 30 Jahren mit dabei und ist als Urgestein gar nicht mehr aus der Laienspieltruppe wegzudenken. Auch mit Bianca Hoppenworth als „durchgeknallte“ Moderatorin war ein flüssiger Handlungsablauf gewährleistet. Wieder erfrischend bei seinem zweiten Auftritt ist Marcel Burgdorf. Mit zunehmender Spieldauer konnte man seine Spielfreude spüren. Professionelle Mimik und Gestik als Nachbarin verkörperte Maren Kühn; eine Nachbarin, wie sie, etwas überzogen, durchaus vorkommen soll. Da passte die Rolle als Knecht zu Stefan Kaiser: laut und clever brachte er manchen Kalauer an.

Die beiden Kandidatinnen Bianca Schäffer und Tanja Müller hätten auch im wahren Leben als Bewerberinnen auftreten können.

Die weiteren Vorstellungen: 15. November, 15 Uhr in Köthenwald, Dorfgemeinschaftshaus, 21. November. 16 Uhr in Immensen, Landgasthaus Scheuer‘s Hof, 8. und 9. Januar 2010 jeweils 19.30 Uhr und am 10. Januar 2010, 16 Uhr in Hämelerwald, Schulzentrum Lehrte-Ost. Der Kartenverkauf erfolgt bis auf Hämelerwald an der Abendkasse. Der Eintritt kostet fünf Euro. Der Vorverkauf für die Veranstaltungen in Hämelerwald beginnt am 1. Dezember in den Filialen der Bäckerei Balkenholl Hämelerwald und Sievershausen.

Herbert Baller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr