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Stadt Peine Härke-Bier wird jetzt in Einbeck abgefüllt
Stadt Peine Härke-Bier wird jetzt in Einbeck abgefüllt
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23:00 20.09.2011
Kooperationspartner (v.l.): Walter Schmidt und Lothar Gauß von Einbecker sowie Martin und Matthias Härke mit Vertriebsleiter Jorge Grabmaier. Quelle: mic

Peine. „Der Rückgang des Bierkonsums und die sinkenden Ausstoßzahlen haben uns zu diesem Schritt bewogen“, sagt Geschäftsführer Matthias Härke. Er und sein Bruder Martin haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch am Ende waren die Fakten entscheidend. „Nahezu alle Brauereien leiden unter Überkapazitäten und einem gewissen Investitionsstau. Auch die demografischen Entwicklungen weisen auf einen weiteren Rückgang des Bierkonsums hin“, so Martin Härke. Vor diesem Hintergrund erfolgte jetzt die Kooperation mit Einbecker. „Wir sind im gleichen angespannten Markt tätig und verfügen über freie Kapazitäten in unseren hochmodernen Anlagen. Als Partner minimieren wir das Investitionsrisiko beider Unternehmen“, sagt Lothar Gauß, Sprecher des Einbecker-Vorstandes.

Konkret heißt das: Bereits am 1. Oktober beginnt die Kooperation, die mit einem Fünf-Jahres-Vertrag unter Dach und Fach gebracht wurde. Das Bier, das nach einer großen Investition seit April 2008 im hochmodernen Sudhaus in Peine gebraut wird, kommt mit Tanklastwagen nach Einbeck, wo es abgefüllt wird. Die alten Abfüllanlagen in Peine werden stillgelegt. Der frei werdende Gebäudeteil wird auf rund 800 Quadratmetern frei für neue Überlegungen, die Matthias Härke schon mal andeutet: „Möglich sind kleinere Indoor-Hoffeste oder andere Events im Gebäude.“

Die Kooperation ist nicht ohne Auswirkungen auf die Beschäftigten. Von 36 Mitarbeitern aus dem Kernteam von Härke verlieren zwei ihren Arbeitsplatz. Zudem fallen fünf Mitarbeiter weg, die über eine Fremdfirma im Bereich der Abfüllung gearbeitet haben.

Beide Kooperationspartner sprechen von einer „Win-Win-Situation“ – sowohl Härke als auch Einbecker profitieren. Martin Härke stellt klar: „In unsere in die Jahre gekommene Abfüllanlage hätten wir mindestens fünf Millionen Euro investieren müssen. Dieses Geld stecken wir jetzt lieber in die Zukunftssicherung des Unternehmens.“ Sein Bruder Martin ist zuversichtlich: „Mit der Kooperation können wir die Brautradition in Peine langfristig aufrecht erhalten.“ Das wiederum ist wichtig für den Standort Peine.

bor