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Stadt Peine Massiver Hackerangriff: Heil und Möhle betroffen
Stadt Peine Massiver Hackerangriff: Heil und Möhle betroffen
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00:20 07.01.2019
Ein Passwort wird auf einem Laptop über die Tastatur eingegeben. Hacker haben Daten von vielen Personen des öffentlichen Lebens geknackt. Quelle: dpa
Peine

Große Aufregung: Zahlreiche Bundes- und Landespolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien – außer der AfD – sind Opfer eines Hackerangriffs geworden. Veröffentlicht wurden in der Folge sensible Daten wie Handynummern, parteiinterne Dokumente und Kontodaten. Zudem wurden nicht nur Daten von Politikern und Parteien veröffentlicht, sondern auch von Bands, Moderatoren und Journalisten.

Nach PAZ-Informationen wurden auch der SPD-Bundestagsabgeordnete und Arbeitsminister Hubertus Heil und SPD-Landtagsabgeordneter Matthias Möhle gehackt, was letzterer auch bestätigte. Bisher ist völlig unklar, woher die Daten und Dokumente stammen. Die PAZ hat bei Peiner Spitzenpolitikern nachgefragt, wie mit dem Hackerangriff umzugehen ist.

„Demokratie muss wehrhaft sein“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Arbeitsminister Hubertus Heil sagte der PAZ: „Dieser massenhafte Hackerangriff auf die Privatsphäre von Personen des öffentlichen Lebens und Repräsentanten unseres Staates hat das Ziel, Menschen zu diskreditieren und letztlich unsere Republik zu destabilisieren. Davon dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen. Unsere Demokratie muss auch im digitalen Zeitalter wehrhaft sein.“

Auf juristischer Ebene ist ein Vorgehen schwer

SPD-Landtagsabgeordneter Matthias Möhle verurteilt den Angriff aufs Schärfste: „Es steht außer Frage, dass gegen die Täter vorgegangen werden muss. Allerdings glaube ich, dass dies auf juristischer Ebene schwer wird. Es gilt in jedem Fall zu prüfen, wie die technischen Möglichkeiten zum Schutz gegen Angriffe verbessert werden können.“

Schutzmechanismen weiter ausbauen

Christoph Plett, CDU-Landtagsabgeordneter, sieht das ähnlich: „Der Hackerangriff auf die Daten von Politikern zeigt deutlich die Gefahren der Digitalisierung. Wir müssen die Schutzmechanismen für die Verwendung von Daten weiter ausbauen. Es gilt nun schnellstmöglich die Täter zu finden - sofern das technisch überhaupt möglich ist - um die Verletzung der Privatsphäre von anderen Menschen durch die Täter zu verhindern. Es ist aber auch jeder Einzelne vor die Herausforderung gestellt, darüber nachzudenken, wie seine Daten geschützt werden können und wo er sie preisgibt.“

Von Kathrin Bolte

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