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Günstige Kleider – Jobs für Arbeitslose

Peine Günstige Kleider – Jobs für Arbeitslose

Bewegung kommt in das Projekt soziales Kaufhaus in Peine. Der gemeinnützige Verein Labora und die Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des Kreises haben ein gemeinsames Konzept entwickelt, um das Projekt umsetzen zu können.

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Ein Blick in das soziale Kaufhaus in Gifhorn: Auch in Peine soll es bald so ein Geschäft geben, wo sich sozial Schwache für wenig Geld gebrauchte Kleidung oder Möbel kaufen können. Daneben haben Langzeit- arbeitslose die Chance, dort einen neuen Job zu erhalten.

Quelle: Archiv: AZ

Peine. Nach Rückschlägen ist Labora-Geschäftsführer Reiner Kaste wieder zuversichtlich, dass man in Peine ein soziales Kaufhaus eröffnen kann. In diesem Kaufhaus will man für sozial schwache Personen gebrauchte Gegenstände günstig anbieten: etwa gut erhaltene Porzellan-Tassen für einen Euro, Kleider für drei Euro oder auch eine komplette Einbauküche für 300 Euro. Und gleichzeitig hätten bis zu 16 Langzeitarbeitslose dort eine Chance auf eine Qualifizierung oder gar einen festen Job.

Dabei arbeitet Kaste eng mit Olaf Eckardt von der Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des Kreises Peine zusammen. Ihr gemeinsames Konzept wird am 12. April im Ausschuss für Arbeit, Frauen und Soziales vorgestellt. Kaste sagt der PAZ: „Wir würden weiterhin gerne mit dem sozialen Kaufhaus in die ehemalige Videothek, die zum Postgebäude gehört, einziehen.“ Das Gebäude befindet sich „Am Werderpark“ und ist auch von hinten über den Posthof zu erreichen. Erst waren Kaste die Kosten zu hoch, doch nun hat sich der Besitzer des Gebäudes – der Immobilienfonds Lorac – bereit erklärt, die anstehenden Renovierungen zu übernehmen.

Im Konzept wird das soziale Kaufhaus in zwei Aufgabengebiete aufgeteilt: Auf der einen Seite soll Labora für den Betrieb des Kaufhauses, die Qualifizierung der Langzeitarbeitslosen und das Lager zuständig sein. Und auf der anderen Seite kümmert sich die Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft, die zum Kreis-Abfallbetrieb A+B gehört, um die Beschaffung von gut erhaltenen Möbeln und den Transport.

Und dass dieses Projekt erfolgreich sein kann, beweist Labora unter anderem in Lehrte. Kaste erklärt: „Der Umsatz liegt hier bei mehr als 10 000 Euro im Monat. Und wer hier arbeitet, hat gute Chancen, wieder auf dem Arbeitsmarkt Tritt zu fassen. Wir haben hier 50 Prozent aller Beschäftigten weitervermitteln können – entweder in Jobs oder in Weiterbildungskurse.“

Thomas Kröger

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