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Erhalt, Ausbau und Neubau stehen zur Debatte

Grundschulen im Südosten Erhalt, Ausbau und Neubau stehen zur Debatte

Wie steht es um die Zukunft der Grundschulen in Dungelbeck, Schmedenstedt und Woltorf? Derzeit stehen drei Varianten im Raum, erklärten Dietmar Meyer und Elke Kentner von der Ratsgruppe SPD/Grüne jetzt im Gespräch mit der PAZ: Der Erhalt aller Standorte, der Ausbau einer Schule und der Neubau an einem ganz neuen Standort. Bei der Entscheidung soll eine Elternbefragung eine zentrale Rolle spielen.

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Die Grundschule in Dungelbeck gehört zu den Standorten, um die es geht.
 

Quelle: Thomas Freiberg

Peine. Damit soll der Bedarf nach Ganztagsbetreuung ermittelt werden, erläutern Meyer und Kentner. Hintergrund ist, dass an keinem den Bestandsgebäude derzeit ein Ganztagsbetrieb ohne bauliche Maßnahmen möglich wäre. Aktuell wird der Elternfragebogen vom wieder aktivierten „Arbeitskreis Schule“ abgestimmt.

Bis Ostern soll der Fragebogen verschickt werden – und zwar sowohl an Eltern momentaner als auch künftiger Grundschulkinder. Die Nachfrage nach einer Ganztagsbetreuung sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, und eben auch im südöstlichen Stadtgebiet, erläutert Kentner. Einige Kinder würden schon jetzt Schulen außerhalb ihres regulären Einzugsbereichs besuchen, da deren Eltern auf Ganztagsbetreuung angewiesen sind.

Sollte die Befragung am Ende ergeben, dass der Ganztagsbetrieb gewünscht ist, gingen die Planungen voraussichtlich in Richtung eines gemeinsamen Schulstandorts für Dungelbeck, Schmedenstedt und Woltorf. „Fachleute sagen, dass eine Ganztagsgrundschule mindestens zwei Klassen pro Jahrgang haben sollte“, erklärt Meyer. Und diese Größe habe eben keine der Schulen allein.

Ein Beleg dafür dass ein gemeinsamer Schulstandort funktionieren kann, sei die Grundschule Rosenthal/Schwicheldt. „Dort werden seit über 30 Jahren die Grundschüler aus Schwicheldt, Rosenthal, Equord, Mehrum und Berkum gemeinsam beschult. Seit diesem Schuljahr mit dem Angebot einer ungebundenen Ganztagsbetreuung“, erklärt Meyer.

Für die Schulentwicklungsplanung hat die Stadt Peine für dieses Jahr bereits 600 000 Euro an Planungskosten in den Haushalt eingestellt.

Kentner ist es in diesem Zusammenhang wichtig, darauf hinzuweisen, dass damit keine Vorfestlegung auf eine der Varianten verbunden sei. In der Vergangenheit sei häufiger kolportiert worden, dass schon feststehe, dass es am Ende nur noch eine Schule gibt. Dies sei definitiv nicht der Fall. Vielmehr gehe es letztlich um die Frage, ob ein qualitativ gutes Ganztagsangebot oder die „Schule um die Ecke“ gefragt sei.

Die im Raum stehen Handlungsoptionen im Überblick

Variante I: Die Instandhaltung und Modernisierung aller drei Standorte. Hier weist die SPD/Grüne-Gruppe darauf hin, dass zumindest die Gebäude in Schmedenstedt und Woltorf nur schwer so aufgerüstet werden könnten, dass sie den Inklusions-Vorgaben entsprechen.

Variante II: Nur eine der Schulen weiterentwickeln. Damit verbunden wären größere bauliche Maßnahmen und letztlich die Schließung der übrigen beiden Standorte.

Variante III: Der Neubau einer Schule für die Schüler aller drei Ortschaften an einem noch zu bestimmenden Ort. Damit verbunden wäre die Schließung aller aktuellen Standorte.

Von Michael Lieb

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