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Stadt Peine Großeinsatz in Peine: Fitness-Studio stand in Flammen
Stadt Peine Großeinsatz in Peine: Fitness-Studio stand in Flammen
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23:01 04.05.2018
Großbrand: Mehr als 70 Feuerwehrleute aus dem Kreis Peine waren in der Nacht zu Freitag im Einsatz. Quelle: Nonstop News
Peine

Um 23.40 Uhr ging der Notruf bei der Kernstadtwehr ein. „Als wir am Einsatzort ankamen, stand der mehr als 300 Quadratmeter große Saunabereich des Studios bereits in Vollbrand“, schildert Einsatzleiter Stefan Tiedtke. „Zu diesem Zeitpunkt hieß es, es seien noch Menschen im Gebäude. Deshalb suchten zunächst zwei Trupps in dem Studio nach den Personen.“

Parallel wurde über die Drehleiter ein sogenannter Außenangriff gestartet. Erst später stellte sich heraus, dass die zwei Vermissten nicht im Gebäude waren, nun konnten auch im Gebäudeinneren die Flammen bekämpft werden.

Zur Unterstützung wurden auch die Feuerwehren aus Eixe, Essinghausen, Handorf und Schwicheldt nachalarmiert. „Wir haben den Fachzug Atemschutz hinzugerufen, da wir eine große Anzahl an Einsatzkräften mit Atemschutz für den Innenangriff benötigten“, erklärt Tiedtke.

Für den Innenangriff wurden viele Einsatzkräfte mit Atemschutz benötigt. Quelle: Nonstop News

Dieser sei eine „große Herausforderung“ gewesen. „Es herrschte eine extreme Hitzeentwicklung. Dadurch war es für die Einsatzkräfte schwer, zum Brandherd vorzudringen“, so Tiedtke weiter.

Bemerkt worden war der Brand durch den Hausbesitzer, der über dem Fitnessstudio wohnt und die Signale der Rauchmeldeanlage gehört hatte. „Die Bewohner konnten sich selbstständig in Sicherheit bringen“, schildert der Einsatzleiter. „Eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rausgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.“

Kampf gegen das Feuer bis in die Morgenstunden

Bis in die Morgenstunden kämpften die Einsatzkräfte gegen das Feuer. „Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig, da auch die Dämmung in der Dachhaut brannte“, schildert Tiedtke. „Mit einem Bagger musste die Dämmung herausgeholt werden.“

Letztlich gelang es den Feuerwehrleuten jedoch, den Übergriff der Flammen auf die übrigen Bereiche des erst vor wenigen Monaten eröffneten Fitness-Studios zu verhindern. „Doch die Rauchentwicklung war extrem. Durch die offene Bauweise ist leider das gesamte Studio stark beschädigt worden. Das Haus ist aber weiterhin bewohnbar.“

Gegen 6 Uhr war der Großeinsatz beendet, nun müssen Sachverständige klären, wie es zu dem Feuer kam.

Betreiber: „Wir wissen nicht, wie es weitergeht“

Der Schock sitzt tief. Erst Anfang letzten Jahres eröffnete die Kette Fischer-Fitness das Peiner Studio an der Fritz-Stegen-Allee, nun stand es in Flammen. Niemand weiß, wie es weitergeht.

Obwohl es der Feuerwehr gelang, ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte, etwa 1000 Quadratmeter große Studio zu verhindern, gleicht es aufgrund der Schäden, die der dichte Qualm verursacht hat, einer Brandruine.

„Wir können noch nichts Genaues sagen“, teilte Studio-Leiter Fares Hakim am Morgen nach dem Unglück auf PAZ-Anfrage mit. Das Studio ist geschlossen, Mitglieder wurden umgehend über soziale Netzwerke informiert. „Wir müssen nun abwarten, was die Sachverständigen ermitteln“, so Hakim.

Club-Mitglieder wurden informiert

„Wir stehen bislang völlig im Regen.“ Die Club-Mitglieder wurden im Laufe des Tages von den Studio-Mitarbeitern zusätzlich telefonisch über die Situation aufgeklärt, über das Internet bekundeten viele Freunde des Studios ihr Bedauern.

Der Hildesheimer Betreiber Fischer-Fitness hatte im Februar 2017 den Club an der Fritz-Stegen-Allee eröffnet. Besonderheit des Studios sei nach eigenen Angaben die Vielfältigkeit, die ein umfangreiches Fitnesstraining mit Wellness im Saunabereich verbinde.

Das Studio sei im Raum Peine das erste, das über Cyberfitness-Angebote verfüge, und das einzige, das Vibrationstraining anbiete. Ob und wann all das wieder genutzt werden kann, bleibt nun abzuwarten.

Von Janine Kluge

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