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Graue Eminenzen mit harter Hand

Peiner Sicherheitsfirma Securus Graue Eminenzen mit harter Hand

Mehr als 3000 Menschen feierten im Stadtpark ausgelassen den Sieg der deutschen Nationalelf gegen Ghana. Doch für die 13 Einsatzkräfte der Peiner Sicherheitsfirma Securus bedeutet eine WM-Spiel-Übertragung harte Arbeit.

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PAZ-Volontär André Ziegenmeyer und Einsatzleiter Wolf-Patrick Schuwirth an der Eingangs-Schleuse.

Quelle: im

Peine. Mit unbewegter Miene steht Wolf-Patrick Schuwirth an der Eingangs-Schleuse. Gewissenhaft durchsucht der Einsatzleiter mit dem grauen Security-Shirt Taschen und Rucksäcke: „Beim letzten Spiel haben einige Leute versucht, Messer mit hineinzuschmuggeln“, sagt der 26-Jährige.

Ingo Yazidi, Chef der Peiner Sicherheitsfirma Securus, mustert die Gesichter der einströmenden Fans. Ab und zu winkt er jemanden für eine eingehende Kontrolle heran. „Auffällig ist, wenn jemand mehrfach Blickkontakt herstellt und gleich wieder wegschaut“, sagt der 34-Jährige.

Kurz vor Spielbeginn ist alles ruhig. Hauptsächlich werden Haarspraydosen und Parfüm sichergestellt: „Mit einem Feuerzeug lässt sich Haarspray in einen Flammenwerfer verwandeln“, erklärt Yazidi. Parfümflakons bilden ein potenzielles Wurfgeschoss. Sie müssen neben den Mülltonnen am Eingang abgelegt werden und können auf dem Heimweg abgeholt werden. Einige Besucher versuchen, zu diskutieren. Doch Yazidi bleibt höflich und bestimmt. „Wir legen viel Wert auf Freundlichkeit. Der Einlass ist das Aushängeschild jeder Veranstaltung.“

Dann geht es los: Anpfiff in Südafrika. Unauffällig mischen sich Sicherheitskräfte unter die Fans. „Wir beobachten die Stimmung und machen mögliche Brennpunkte aus“, sagt Yazidi. „Im Ernstfall nehmen wir Täter fest und übergeben sie der Polizei.“ Während die Fußballfans auf die Leinwand blicken, haben die Sicherheitskräfte ihre Augen überall. Aber lediglich ein junges Mädchen bekommt Kreislaufprobleme und muss vom Team des Arbeiter-Samariter-Bundes versorgt werden. Außerdem beschwert sich eine Frau über laute Vuvuzelas.

Am Ende bleibt die Veranstaltung im Stadtpark jedoch genauso fair und friedlich wie das Spiel in Johannesburg.

azi

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