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Gottesdienst, Prozesion und Gemeindefest

Peine Gottesdienst, Prozesion und Gemeindefest

„Alles Grün ist am Grünsten im Juni“ sagt Strittmatter - eine treffliche Kulisse also, in der am Sonntag die katholischen Christen in Peine „Fronleichnam“, fachsprachlich das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ feierten: Zunächst mit einem festlichen Gottesdienst im romantischen Teresiengarten neben der Pfarrkirche und anschließend mit der traditionellen Prozession durch die Stadt.

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Fronleichnamsfest, hier im Peiner Burgpark.

Quelle: im

Peine. „Wir verlassen unsere Kirche, um Christus in die Straßen unserer Stadt zu bringen, sagte Pfarrer Thomas Blumenberg. Und so machten sich mehrere hundert Katholiken mit dem Allerheiligsten auf dem Weg durch die Stadt. „Christus will in unserer Mitte sein“, sagt Blumenberg, „in der Mitte der Stadt auf dem historischen Marktplatz und mitten unter uns.“

So wurde am Sonntag fortgeführt, was Mitte des 13. Jahrhunderts in Lüttich eingeführt wurde und kurz darauf auf deutschem Boden erstmals in Köln und wenig später auch in Peine begann.

Geordnet und besinnlich-fröhlich ist die singende Festgemeinde unterwegs: Blumen streuende Kinder, Kommunionkinder in Festgarderobe, Familien mit Kinderwagen, Fahnenträger, eine riesige Schar Messdiener mit Kerzen und Bannern. An vier Altären wird unterweges gebetet, das Evangelium verkündet und immer wieder gesegnet: Die Stadt Peine und ihre Menschen, die Häuser, die Arbeitsstätten, der Lebensraum. Die Christen sind weder zu überhören noch zu übersehen und wenn sie sich um die Altäre versammeln, ist es trotz des Menschenauflaufes immer ein bisschen familiär. In Zeiten wie diesen wird zusammengerückt. Christen machen da keine Ausnahme.

Gemeindefest

Bayerischer Biergarten, Bummelmeile, Blueskneipe, süße Verführungen, rustikale Ernährung und ein stetiger Besucherzustrom mit Drängeleffekt: Es gab fast nichts, was es nicht gab beim Pfarrfest im gemütlichen Theresiengarten.

Zum Höhepunkt der großen Pfarrgarten-Sause hatte sich sogar Bürgermeister Michael Kessler als Ehrengast unter die drängelnde Feiergemeinde gemischt: Zur vielbeachteten und hochgelobten Uraufführung des Puppentheaterstücks „Die Eule von Peine“ von Pfarrer Thomas Blumenberg.

Historienkenner Hans-Hinrich Munzel war begeistert von der „herrlichen Ironie“, des dichtenden Pfarrers. Gut für Blumenbergs puppenspielende Messdiener: Die reichliche Kollekte der Feiergemeinde für ihre geplante Assisi-Fahrt als Belohnung. Musikalischer Großeinsatz für Organist Maximilian Buchberger: Vormittags brillierte er mit seinem Bläserquartett im Gottesdienst, Nachmittag wechselte er das Genre und musizierte bayerisch-böhmisch mit der Trachtenkapelle „Musikcontakt“. Eine Abordnung des Bürgerjäger-Corps zeigte uniformiert seine Verbundenheit mit der Kirchengemeinde bei Kaffee und Kuchen und Pastor Rein Ounapuu präsentierte solistisch und sensibel seine Leidenschaft für den Blues auf der elektrischen Gitarre. Cool!

uj

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