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Gewerkschaften setzen die Kita-Streiks fort

Peine Gewerkschaften setzen die Kita-Streiks fort

Peine. Der Streik an den städtischen Kitas in Peine wird wohl auch nach Pfingsten fortgesetzt. Das haben die Gewerkschaften Verdi und Komba gestern auf Anfrage der PAZ bestätigt.

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Der Streik soll wieder Weitergehen. Hier ein Symbolbild.

Quelle: A

Peine. Hintergrund ist, dass es bei den Tarifverhandlungen mit der Arbeitgeberseite weiterhin keine Einigung gibt - aktuell gebe es sogar keine Gespräche. In Peine befinden sich Erzieher und Sozialpädagogen aus den kommunalen Einrichtungen bereits seit 8. Mai im Ausstand.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass der Streik auch nach Pfingsten ununterbrochen weitergeht, ist sehr hoch“, erklärte der für Peine zuständige Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller. „Wir hatten die Hoffnung, dass es bis zum Wochenende ein deutliches Signal von der Arbeitgeberseite gibt, doch diese befindet sich weiter auf Tauchstation.“ Auf eine Dauer der Streik-Fortsetzung will sich Verdi nicht festlegen: „Erstmal unbefristet“, sagt Wertmüller.

Die Gewerkschaften Erziehung und Wissenschaft (GEW), Verdi sowie der Beamtenbund dbb fordern eine Aufwertung der Sozial- und Erzieherberufe. Dies sollte durch eine höhere Eingruppierung in den Tarifvertrag öffentlicher Dienst erfolgen und würde im Durchschnitt zu einer Gehaltserhöhung von zehn Prozent führen. Aus Sicht der Arbeitgeber ist das aber nicht bezahlbar.

Im Zuge des unbefristeten Streiks fand gestern eine große Demonstration mit 6000 Teilnehmern in Lüneburg statt, zu der die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Nach Angaben der Vorsitzenden der Peiner Verdi-Ortsgruppe, Nanni Rietz-Heering, waren auch rund 80 Gewerkschaftsmitglieder aus Peine mit dabei.

Die Streikbereitschaft der Erzieher ist nach Angaben eines Gewerkschafters nach wie vor sehr hoch. Eltern sollten sich daher darauf einstellen, dass sie auch nach Pfingsten eine Betreuungs-Alternative für ihre Kinder benötigen.

mic

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