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Stadt Peine Geldeintreiber prügeln auf Peiner ein
Stadt Peine Geldeintreiber prügeln auf Peiner ein
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06:00 10.08.2018
Kurz vor Prozessbeginn im Landgericht Hildesheim: Dem Angeklagten wurden die Handschellen abgenommen. Quelle: Foto: Janine Kluge
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Peine/Hildesheim

Was ist genau geschehen? Im Dezember 2017 soll der Angeklagte die Wohnung des Opfers aufgesucht haben, um ihn erneut zur Herausgabe der 5000 Euro zu bewegen, die ihm der Peiner noch schuldete. Der 55-jährige Angeklagte hatte als Subunternehmer einen Auftrag zur Renovierung eines Treppenhauses der Baufirma des Peiners übernommen und bis heute die vereinbarten 10000 Euro nicht vollständig erhalten. Der Peiner beteuerte immer wieder, dass er selber von seiner Auftraggeberin nicht vollständig bezahlt worden sei und er daher das Geld nicht zahlen könne.

Spielsucht stand im Raum

Eine Aussage, die der Angeklagte ihm irgendwann nicht mehr glaubte. Spielsucht stand im Raum. „Ich wollte mir seine Unterlagen und Kontoauszüge ansehen. Deshalb hatte ich mich mit ihm bei ihm zu Hause verabredet“, ließ der Angeklagte über einen seiner zwei Verteidiger verlesen. „Ich habe ihn nicht verletzt oder verletzen lassen. Ich habe keine Gegenstände mitgenommen“, machte er deutlich. „Wir sind doch eigentlich seit über zehn Jahren befreundet.“

Das Opfer kannte die drei Schläger nicht

Der Angeklagte habe weiteren Handwerkern von dem Treffen mit dem Peiner erzählt. Kurzerhand sollen einige beschlossen haben, dem gebürtigen Polen ebenfalls in Peine einen Besuch abzustatten und ihn brutal zu verprügeln. „Wir hatten uns aber nicht verabredet“, so der Angeklagte, „ich kenne die Männer überhaupt nicht.“ Und auch das spätere Opfer kannte die drei Schläger nicht. Einen der Männer habe der Peiner später im Internet bei Facebook wiedererkannt – ein „wirklich gefährlicher“ Mann, wie ihn das Opfer beschreibt. „Er läuft draußen frei herum. Ich habe jetzt Angst, das Haus zu verlassen.“

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft

Der erste Verhandlungstag gestaltete sich zäh. Sowohl der Angeklagte als auch das Opfer mussten von einer Dolmetscherin unterstützt werden. Verständnisfragen zu Alkoholkonsum und Zahlungssummen mussten immer wieder geklärt werden. Fest steht bislang: Der Angeklagte ist nicht vorbestraft und bestreitet die ihm zu Last gelegten Straftaten. „Ich traue ihm das auch nicht zu“, sagte der geschädigte Peiner, der bei der Attacke zwei Zähne verlor, Platzwunden und eine Gehirnerschütterung erlitt.

Angeklagter konnte Tränen nicht verbergen

„Ich habe mich um Dein Kind gekümmert und Deine Frau versorgt, während Du in Polen im Gefängnis warst“, wandte sich am Ende des langen Verhandlungstages der Angeklagte deutlich enttäuscht an den Peiner und konnte seine Tränen nicht verbergen. „Ich weiß ja auch nicht, wie es dazu kam“, meinte das Opfer. „Ich hätte nie gedacht, dass Du zu so etwas fähig bist. Vielleicht wurdest Du irgendwie angestochen.“

Von Janine Kluge

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