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Gästeführer auf den Spuren der Reformation

Aufführung in Kirche Gästeführer auf den Spuren der Reformation

Der diesjährige Weltgästeführertag stand unter dem Motto „Reform - Zeit für Veränderungen“. Die Peiner Gästeführer hatten dazu das Thema „Reformation und Gegenreformation im Peiner Land“ bearbeitet. Ihre Ergebnisse zeigten sie jetzt kostümiert in der St.-Jakobi-Kirche.

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Die Peiner Gästeführer stilecht bekleidet wie zu Zeiten der Reformation.

Quelle: Laskowski

Peine. Gästeführerin Marianne Dietrich begrüßte die 120 Besucher und freute sich sehr über die große Resonanz: „Den Weltgästeführertag gibt es weltweit seit 1990. Vor 16 Jahren haben wir ihn erstmals in Peine begangen. Seitdem laden wir jedes Jahr zu einer Veranstaltung ein, um auf unsere Arbeit als Botschafterinnen der Stadt hinzuweisen.“

Diesmal gab es statt einer Führung eine Aufführung. Zunächst berichtete Sylvia Knapek-Wodausch als Abgesandte des Kaisers von den Veränderungen zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Welt stand im Zeichen der Eroberung neuer Gefilde, neuer Forschungserkenntnisse und Erfindungen wie nie zuvor. Das beeinflusste auch die Menschen, die auf einmal vieles in Frage stellten, so auch den katholischen Glauben und den damals wuchernden Handel mit Ablassbriefen.

Nach dem Bericht zur damaligen Lage schaute „Bürgermeister“ und Chronist Knut Papenberg ganz in lutherscher Tradition dem Volk auf‘s Maul. Das Volk waren in diesem Fall Gudrun Steffen, Brigitte Betz, Eleonore Biermann und Marianne Dietrich, die als deutsche Durchschnittsbürger an ihrem Tisch im Altarraum der Kirche über die Wandlungen diskutierten, über den Ablasshandel klagten und sich begeistert von der so genannten neuen Lehre zeigten.

Chronist Papenberg berichtete dann von dem zunächst recht einfachen Weg der Reformation nach Peine. 1561 gab es eine Kirchenordnung. Ein Jahr später folgte der erste Superintendent und schließlich wurde die Stadtkirche als erste evangelische Kirche Peines gebaut.

Hier kam dann der große Auftritt des Drostes Daniel von Rantzau alias Peter Stolte, der mit großer Geste das Taufbecken an die St.-Jakobi-Gemeinde überreichte. Die Besucher waren begeistert von der Vorführung und dankten den Gästeführern mit reichlich Applaus. Im Anschluss gab es bei Kaffee und Keksen noch reichlich Gelegenheit für angeregte Gespräche.

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