Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Fusion von Wito und Peine Marketing

Kreis Peine Fusion von Wito und Peine Marketing

Auf breite Ablehnung stoßen die Sparvorschläge der oppositionellen GuB/FDP/Piraten-Fraktion. Sie wollen den Peiner Zehn-Millionen-Euro-Fehlbetrag senken und schlagen unter anderem eine Fusion von Peine Marketing und Wito vor. Die PAZ sprach mit den Verantwortlichen.

Voriger Artikel
Opposition hat kühne Sanierungspläne
Nächster Artikel
Großeinsatz nach Wasserschaden in Peine

Kreis Peine. Der Geschäftsführer der kreiseigenen Wirtschafts- und Tourismusgesellschaft (Wito), Gunter Eckhardt, sagte: „Ich habe Verständnis dafür, dass Politiker in Zeiten leerer Kassen über Sparpotenziale nachdenken. Aber Populismus bringt uns nicht voran.“ Es mache keinen Sinn, Wito und Peine Marketing zusammenzulegen, da beide Organisationen vollkommen unterschiedliche Aufgaben hätten (siehe Kernaufgaben). Genauso sieht das Kreis-Sprecher Henrik Kühn: „Die Aufgabenstellungen beider Gesellschaften lassen keine umfangreichen Schnittmengen erkennen. Deshalb sehen wir momentan auch nicht die Notwendigkeit einer Zusammenlegung.“

Zum Hintergrund: Fraktions-Chef Hartwig Klußmann (GuB) hatte in der PAZ Vorschläge gemacht, wie man in Peine Geld sparen könne, um das Haushaltsdefizit herunterzufahren. Er nannte als Beispiel: „Peine Marketing und Wito erhalten jeweils
500 000 Euro pro Jahr. Dafür müssen Stadt und Kreis viel Geld zahlen.“ Mit einer Zusammenlegung könne man viel Geld sparen. Nach PAZ-Informationen erhalten Wito 750 000 Euro und Peine Marketing 420 000 Euro pro Jahr. 

Der Fusion widerspricht aber auch Peine-Marketing-Chef Thomas Severin: „Es gibt nur wenige Überschneidungen, und daher kann man bei einer Zusammenlegung keine großen Einsparungen erzielen.“ Eckhardt und Severin sind enttäuscht, dass die Opposition vorher nicht mit ihnen das Gespräch gesucht hat.

Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) bestätigte: „Peine Marketing wurde gegründet, um das Image der Stadt Peine zu pflegen und voranzubringen, was durch eine Fülle von Veranstaltungen und Aktionen auch sehr gut gelingt. Die Wito ist für die Wirtschaftsförderung des Landkreises ohne Stadt zuständig sowie für die Erschließung denkbarer touristischer Möglichkeiten.“

Bürgermeister Kessler sieht keine nennenswerten Schnittmengen, über die sich Synergie-Effekte erschließen lassen.

tk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr