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Fuhsering: Münze und Flaschensiegel enthüllen Geheimnis der alten Flutbrücke

Peine Fuhsering: Münze und Flaschensiegel enthüllen Geheimnis der alten Flutbrücke

Peine. Weitere historische Funde hat der Peiner Archäologe Thomas Budde am Fuhsering gemacht. Nachdem dort vor einem Monat das Mauerwerk des Fuhse-Flutgrabens aufgetaucht war (PAZ berichtete), hat Budde bei weiteren Grabungen neue Erkenntnisse über das alte Peiner "Dammtor" erhalten.

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Lag unter dem Brückenfundament: Eine 6-Pfennig-Münze, die etwa 1680 geprägt wurde.

Quelle: oh

„Nachdem das Mauerwerk der alten Fuhse-Flutbrücke aufgetaucht war, wurde der mehr als zwei Meter breite Leitungsgraben der SEP und Stadtwerke unter dem Fuhsering hindurch bis kurz vor die Kniepenburg weitergeführt“, so Budde. „Tatsächlich kam unter der Straßenmitte des Fuhserings, der gesamte südliche Teil des östlichen, also stadtseitigen Flutbrückenfundaments zutage - ein knapp sechs Meter langer und ein Meter starker Mauerwinkel.“

Es bestehe aus hellen, scharrierte Sandsteinquadern. „Die Scharrierung besteht aus einer regelmäßigen Riffelung, erzeugt mit einem Scharriereisen“, erklärt Budde. „Leider eignet sich dieses Merkmal nicht, um die Brücke genauer zu datieren, denn die Scharrierung war vom 16. bis 19. Jahrhundert weithin gebräuchlich.“

An der Innenseite des Brückenfundaments fand Budde jedoch Teile der dunklen Erdhinterfüllung, die nach dem Brückenbau in die Fundamentgrube eingebracht wurde. Aus dieser konnte Budde gut datierbares Fundmaterial bergen. Etwa eine Münze, die bei den damaligen Bauarbeiten verlorengegangen sein dürfte. „Die Bestimmung der stark abgegriffenen und korrodierten Kupfer-Scheidemünze war schwierig“, so Budde. „Details lassen jedoch eindeutig auf eine Sechs-Pfennig-Münze des Kurfürsten und späteren ersten Königs Friedrich III. von Brandenburg-Preußen schließen.“ Zudem fand Budde ein Flaschensiegel mit dem Wappen des Fürstentums Waldeck und Pyrmont aus dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts. Das Brückenmauerwerk datiert der Experte deshalb frühestens in die Mitte des 18. Jahrhunderts.

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