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Fuhse droht über die Ufer zu treten

Kreis Peine Fuhse droht über die Ufer zu treten

Randvoll ist die Fuhse zurzeit. Die erste Hochwasser-Warnstufe ist bereits überschritten. Nun zahlt sich das umstrittene Säubern des Grabens an den Fuhsewiesen bei Klein Ilsede aus, sagt Peter Funk, Leiter der Unteren Wasserbehörde beim Landkreis. Denn der Engpass am Mittellandkanal wird dadurch entlastet.

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Voll bis zum Rand: Für die Fuhse ist gestern in der Früh die erste Hochwasserwarnstufe ausgerufen worden.

Quelle: cb

Kreis Peine . Der Fuhsepegel lag gestern den ganzen Tag über 2,30 Meter. Bei 2,20 Metern wird die erste Hochwasserwarnstufe ausgelöst. Gemessen wird unter der Brücke an der Vöhrumer Straße. Doch viel spannender sei, was oberhalb des Fuhsedükers am Mittellandkanal passiert, sagt Peter Funk, Leiter der Unteren Wasserbehörde beim Landkreis Peine. Denn für die Entwicklung des Wasserstandes der Fuhse vor dem Mittellandkanal seien bislang nur wenige Daten vorhanden.

Nadelöhr am Mittellandkanal

Dabei ist der Düker ein echtes Nadelöhr: Drei Rohre laufen unter dem Kanal entlang. „Der mittlere Durchfluss ist immer frei“, erklärt Funk. Je nach Wasserstand schalten sich die beiden anderen Rohre automatisch hinzu. „Zurzeit machen wir in der Nähe der Fuhsewiesen Untersuchungen zur Entwicklung des Wasserstandes“, sagt Funk. Angesichts des aktuellen Hochwassers sind die Untersuchungen dort aber eingestellt. Es ist zu gefährlich für die Mitarbeiter im Fuhsebett zu waten.

Positiv sieht Funk die umstrittene Säuberung des Grabens entlang des Bahndamms. Dadurch hätten die Fuhsewiesen wieder mehr Aufnahmekapazität. „Die Fläche ist somit ein natürlicher Rückhalteraum für das Fuhsewasser“, sagt er. Wenn die Wiesen ständig überschwemmt seien, bleibe bei Hochwasser kein Platz mehr für das Wasser. Es könne eher zu Überschwemmungen angrenzender Gebiete kommen.
Wie der Landkreis als Untere Wasserbehörde künftig mit den Fuhsewiesen als Überschwemmungsgebiet umgeht, soll auch aus den aktuellen Untersuchungen geschlossen werden. „Wir müssen unsere Informationen über den Wasserstand dort sehr verdichten“, sagt Funk.

Gestern Abend sank der Pegel der Fuhse wieder langsam. Auch Funk geht davon aus, dass die Kuppe des aktuellen Hochwassers erreicht ist. Brenzlig könne es allerdings werden, wenn in den kommenden Tagen viel Niederschlag vom Himmel fällt. Bevor der Pegelstand als kritisch anzusehen ist, muss der Wasserstand allerdings noch mehr als einen halben Meter steigen. Ab drei Meter wird die dritte und höchste Stufe der Hochwasserwarnung ausgesprochen. „Dann müssen wir auch mit ernsthaften Überschwemmungen rechnen“, sagt Funk. Den höchsten Pegelstand erreichte die Fuhse in den vergangenen zehn Jahren bei einem Wasserstand von 3,53 Metern.

Thorsten Pifan

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