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Für Sachmängel haften die Händler zwei Jahre

Alle Jahre wieder... Für Sachmängel haften die Händler zwei Jahre

Was tun, wenn es Probleme mit den Weihnachtsgeschenken gibt? Jedes Jahr tauchen die gleichen Fragen auf: „Kann ich vom Vertrag zurücktreten?“ oder „Der Händler muss die Ware zurücknehmen, denn es gibt doch ein gesetzliches Umtauschrecht, oder?“

Beim Schenken besteht immer die Gefahr, dass beispielsweise das neue Computerspiel und die CD schon vorhanden sind und der Pulli nicht die richtige Farbe hat. Denn nicht immer trifft man die richtige Wahl beim Aussuchen des Geschenkes.
Wie man Ärgernisse beim Umtausch der Weihnachtsgeschenke vermeiden kann, verrät Ursula Hopstock von der Verbraucherzentrale.

Die einmal gekaufte Ware, die in Ordnung ist, muss der Händler nicht zurücknehmen.

Gutscheine verjähren

Doch Vorsicht: Umtausch heißt nicht automatisch Geld gegen Ware zurück, sondern der Händler kann auch einen Gutschein ausstellen oder nur direkt gegen neue Ware umtauschen. Nur wer sich die Geldrückgabe auf dem Kaufbeleg hat bestätigen lassen, kann auf sein Recht pochen.

Ist der Kunde mit einem Gutschein zufrieden, so sollte dieser mindestens ein Jahr, aber besser ist unbefristet gültig sein. Achtung: Gutscheine verjähren nach drei Jahren. Die Auswahl des richtigen Geschenks nicht zu lange hinausschieben. Denn was ist, wenn das Geschäft nicht mehr existiert?

Wird ein Mangel am Geschenk festgestellt, beispielsweise das Computer-Spiel läuft nicht oder der Pulli hat eine offene Naht, hat der Käufer gesetzliche Ansprüche. Er kann vom Händler zunächst verlangen, das gleiche Produkt noch einmal zu liefern oder es zu reparieren, und zwar kostenlos für den Kunden.

Erst wenn die Ersatzlieferung ebenfalls fehlerhaft ist oder die Reparatur zweimal fehlschlägt, kann der Käufer den Kaufpreis reduzieren oder vom Vertrag zurücktreten. Diese Sachmängelhaftung des Händlers besteht für zwei Jahre nach Übergabe der Ware.

Nur innerhalb der ersten sechs Monate wird vermutet, dass das Produkt bereits beim Kauf fehlerhaft war. Dass ein Mangel vorliegt, muss immer der Käufer beweisen. Nach sechs Monaten liegt auch der Beweis, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorlag, beim Käufer.

Der Kaufbeleg sollte sorgfältig aufbewahrt werden. Achten Sie auf das richtige Datum!

Grundsätzlich ist es ratsam, Kaufbelege aufgrund der Sachmängelhaftung für zwei Jahre aufzuheben, sodass man im Reklamationsfall auch die Chance hat, den Beleg zu finden. Eine Sammelstelle in Form einer Dose oder einer kleinen Kiste ist hilfreich als Aufbewahrungsort. Eine Garantie, die meist vom Hersteller gegeben wird, ist eine freiwillige Zusatzleistung über die gesetzliche Mangelhaftung hinaus. Die genauen Kriterien für eine gewährte Garantie sollte man sich unbedingt erklären lassen, besser ist sich dies schriftlich bestätigen zu lassen.

Hintergrund

Verkaufsoffener Sonntag

„Viel erwartet und doppelten Umsatz gemacht!“ Mit diesen euphorischen Worten zitierte Ralf Bruns einen Händler-Kollegen aus der Bekleidungsbranche. Bruns selbst, der einen Vodafone-Shop in der City-Galerie hat, zeigte sich ebenfalls zufrieden. Ebenso wie Ole Siegel, Vorsitzender der City-Gemeinschaft, zog er eine positive Bilanz für den vierten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres. Das Wetter habe gestimmt, viele Leute hätten sicherlich auch nach den beiden Weihnachtstagen mit schlechtem Wetter die Chance zum Bummeln genutzt. Es sei aber auch insgesamt viel gekauft worden. Für Siegel hat das Gesamtpaket gestimmt: Weihnachtsmarkt, gute Angebote der Händler, die Auswahl des richtigen Wochenendes, gutes Wetter.

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