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Frisierten Mofas auf der Spur

Peine Frisierten Mofas auf der Spur

Roller im Visier: Auf motorisierte Zweiräder hatte es gestern die Peiner Polizei bei einer Verkehrskontrolle auf dem Fuhsering abgesehen. Mit einem Rollenprüfstand testeten die Beamten die Geschwindigkeit der Zweiräder und suchten schwarze Schafe, die ihren fahrbaren Untersatz frisiert haben, um so die zulässige Höchstgeschwindigkeit „aufzupeppen“.

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Carsten Stübe (links) und Peter Rathai testen eine silberne Piaggio: Alles in Ordnung.

Quelle: im

Peine . Schon bei den ersten Tests wurden die Beamten in der Nähe des Schießstandes Telgte fündig. Das Mofa eines jungen Fahrers schloss den Test mit 45 Stundenkilometer ab. „Ich habe doch extra einen neuen Führerschein gemacht“, sagt er. „Aber die Betriebserlaubnis für das Mofa ist erloschen“, erklärt der Beamte. Denn das Zweirad ist nur für 25 Stundenkilometer zugelassen. Da spiele der Führerschein keine Rolle. Der junge Mann gibt sich den Beamten gegenüber ahnungslos.

Die Ergebnisse des Tests vom Rollenprüfstand werden direkt per Computer weiter verarbeitet. „Damit sparen wir uns das Gutachten eines Sachverständigen und haben die Ergebnisse verwertbar auch vor Gericht gleich vorliegen“, sagt Polizeisprecher Peter Rathai. Und schon rollt der nächste Fahrer an. Es ist ein 17-Jähriger. Sein Motorrad, Marke Piaggio, ist in Ordnung. Der junge Mann darf weiterfahren.

„Manchmal gibt es an den Zweirädern versteckte Knöpfe, mit denen die Jugendlichen ihre gedrosselten Motoren beschleunigen können“, erklärt Polizist Carsten Stübe. Doch die Tricks kennen auch die Beamten. Er tastet an einer Maschine am Sitz entlang. „Bei manchen Mofas gibt es auch einen sogenannten Bremshebel-Code“, sagt Stübe. Auch damit könne die Drosselung deaktiviert werden, indem die Fahrer die Bremse zum Beispiel drei Mal schnell hintereinander betätigen – je nach Code.

Computer rechnet Fahrer mit ein

Die motorisierten Zweiräder werden ohne Fahrer auf den Prüfstand gestellt. Der Computer im Polizeibus rechnet dann noch das Gewicht des Fahrers und ein bisschen Gegenwind mit ein. „Daher kommen wir stets auf geringere Werte, als die beim Test gemessene Höchstgeschwindigkeit“, sagt Stübe.

Die Ergebnisse: Die Polizei überprüfte gestern 41 Roller und Mofas. Sieben Fahrer wurden dabei ohne Führerschein erwischt, bei acht Fahrern war die Betriebserlaubnis für ihre Fahrzeuge erloschen. Die schnellste Maschine erbrachte beim Test einen Wert von 64 Stundenkilometer. Zugelassen ist sie für 25 Stundenkilometer.

Thorsten Pifan

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