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Flaute an der Schnullerfront

Klinikum Peine Flaute an der Schnullerfront

Weniger Baby-Geschrei im Klinikum Peine: Trotzdem will Chefarzt Dr. Axel Hulsch die Marke von 400 Geburten in Peine bis zum Jahresende knacken. Aktuell sind es zirka 380 neue Erdenbürger, die Hulsch mit seinem Team zur Welt geholt hat. Im Gespräch mit der PAZ zeigt sich Hulsch zuversichtlich, dass sein Ziel zu erreichen ist. Und im kommenden Jahr will das Klinikum die Betreuung der jungen Mütter noch weiter verbessern.

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Erste Ultra-Schall-Untersuchung.

Quelle: privat

Kreis Peine. „Wir werden unsere Hebammen künftig auch stärker in die Betreuung nach der Geburt einbinden“, sagt Antje Sassenhagen von der Pflegedienstleitung. Die Hebammen sollen Stillanleitungen geben und die Mütter eng beraten, wie sie die Kinder richtig wickeln und baden. „Bisher waren die Hebammen vor allem im Kreißsaal tätig“, sagt Verwaltungsdirektor Arturo Junge.

Zudem wird es für die Mütter, die im Klinikum entbinden, eine Checkliste geben, worauf auch Informationen für das Personal im Kreißsaal und auf der Wochenbett-Station stehen. Zu bieten hat der Kreißsaal im Klinikum eine Wanne für Unterwassergeburten, ein Seil zum Festhalten oder einen Gebärhocker. „Wobei die Unterwassergeburten nicht mehr im Trend liegen“, sagt Hulsch. Allerdings nutzten viele werdende Mütter ein Entspannungsbad, wenn die Wehen einsetzen.

Das Klinikum bietet fast alle Arten von Geburten an. „Fälle, die sehr schwierig sind, zum Beispiel Frühchen mit 1000 Gramm in der 30. Schwangerschaftswoche entbinden wir allerdings nicht. Die gehören in ein Geburtenzentrum“, sagt Hulsch mit Nachdruck.

Als weiteren Service im Klinikum verweist Sassenhagen auf das Stillcafé. Dort haben Mütter die Gelegenheit, sich mit anderen Müttern auszutauschen. Zum Angebot in Peine gehört auch das Familienzimmer. „Dort können auch die Väter stationär aufgenommen werden“, sagt Junge. Frauen, die die Zeit nach der Geburt lieber mit der besten Freundin oder der Schwiegermutter verbringen, könnten selbstverständlich auch diese mitbringen. Sassenhagen verweist allerdings darauf, dass das Angebot begrenzt ist: „Wir haben zwei Familienzimmer zur Verfügung.“

Hintergrund

Geburten-Entwicklung

Die Zahl der Geburten in Deutschland sinkt drastisch. Das Klinikum Peine verzeichnete im vergangenen Jahr steigende Zahlen – gegen den Trend. 2009 gehen die Geburten aber wieder zurück, um etwa 19 Prozent. Bundesweit sank die Zahl der Geburten in diesem Jahr nach vorläufigen Prognosen um 6,6 Prozent. Der Chefarzt der Peiner Frauenklinik, Dr. Axel Hulsch, hat aktuelle Zahlen aus umliegenden Krankenhäusern eingeholt. Danach sinken die Geburtenzahlen dort in diesem Jahr um zehn bis zu 35 Prozent. Sein Fazit: „Das Klinikum liegt damit trotz Rückgang im guten Durchschnitt.“

pif

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