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Feuerwehr der Kernstadt löschte 66 Brände

Peine: Jahresbilanz 2016 Feuerwehr der Kernstadt löschte 66 Brände

314 Mal gab es im vergangenen Jahr Alarm für die Retter der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt Peine. Ortsbrandmeister Sven Bössel und sein Stellvertreter Dirk Tinius zogen am Freitagabend bei der Jahresversammlung der Kernstadtwehr in der voll besetzten Feuertechnischen Zentrale (FTZ) Bilanz.

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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Peine trafen sich zur Jahresversammlung in der Feuertechnischen Zentrale.

Peine. Im Dienst für die Allgemeinheit leisteten die Retter im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Einsatzstunden. 66 Feuer galt es 2016 zu löschen. „Das waren drei Großbrände, drei Mittelbrände, 24 Kleinbrände und 36 Entstehungsbrände“, fasste Tinius zusammen.

Die brisantesten Einsätze waren laut Bössel der Brand in der leerstehenden Hertie-Brache im Mai, der Großbrand eines Fachwerkhauses am Rosenhagen im Juni sowie das „Flammenmeer“ unter der Peiner Nord-Süd-Brücke. Erneut gab es viele Fehlalarme: 90 Mal wurde die Feuerwehr gerufen, weil Brandmeldeanlagen ausgelöst hatten, ohne dass es brannte, aber auch, weil Anrufer sich geirrt hatten. In seinem Tätigkeitsbericht hob Tinius zudem hervor, dass die von der Feuerwehr durch ihren Einsatz geretteten Werte sich auf über 40 Millionen Euro beliefen. Gleichzeitig sind Werte von rund 800 000 Euro bei Bränden zerstört worden. 116 Einsätze hatte die Feuerwehr im Zuge technischer Hilfeleistungen. Dazu zählen Verkehrsunfälle, Beseitigen von Sturm- und Wasserschäden sowie die Befreiung von Menschen und Tieren aus Notlagen.

Kritisch sieht Bössel die Entwicklung, dass die Feuerwehr immer häufiger zu Unterstützungseinsätzen des Rettungsdienstes angefordert wird. Dies gelte insbesondere für Einweisungs- und Entlassungsfahrten von schwergewichtigen Personen, erklärte der Ortsbrandmeister. Erst kürzlich wurde ein 220 Kilogramm schwerer Patient bereits zum vierten Mal durch die Kernstadtwehr aus einer Wohnung geholt. „Manchmal fragt man sich da, ob man bei der Freiwilligen Feuerwehr oder beim Krankentransport arbeitet“, klagte Bössel. Auch die Einsatzzahlen steigen: „Wir haben immer häufiger drei bis sechs Alarmierungen am Tag.“ Er appellierte, das Ehrenamt künftig stärker zu fördern - zum Beispiel durch kostenloses Parken der Retter in der Innenstadt. „Wenn Alarm ist, muss man schließlich schnell zum Wagen laufen und losfahren können“, so Bössel.

Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) erklärte, dass ein Feuerwehrbedarfsplan bereits entworfen wurde, über den nun beraten werde. Zudem lobte er „die Feuerwehr als wichtige Institution und die Mitglieder für ihr enormes Engagement“.

ag

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