Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Fahren bald regelmäßig 18 Laster mit Asse-Wasser durch Peine?
Stadt Peine Fahren bald regelmäßig 18 Laster mit Asse-Wasser durch Peine?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 25.03.2018
Besucher betrachten im maroden Atommüll-Lager Asse bei Wolfenbüttel einen großen Wasserspeicher, in dem das Zuflusswasser aufgefangen wird. Quelle: Archiv
Anzeige
Peine

 Um den Betrieb der Asse zu gewährleisten, muss das Asse-Wasser regelmäßig abtransportiert werden – künftig vielleicht in Form von wöchentlichen Lkw-Transporten über Peines Straßen.

Derzeit gibt es einen Antrag, in dem es heißt, dass das Wasser schon bald auch in die miteinander verbundenen Kalibergwerke Bergmannssegen-Hugo, beziehungsweise Friedrichshall, bei Sehnde eingeleitet werden kann. Sollte der Antrag angenommen werden, könnten die Lastwagen mit dem Asse-Wasser durch das Peiner Land fahren – es ist der kürzeste Weg. „Tatsächlich steht noch nicht fest, welcher Anlieferungsweg gewählt wird“, sagt Monika Hotopp, Pressesprecherin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).

Wichtige Informationen zum Asse-Wasser

Das zu transportierende Wasser soll radiologisch unbedenklich sein, da es unter anderem auf einer 658-Meter-Ebene in einem Sammelbecken abgefangen wird. Das gefährliche, radioaktive Material befindet sich deutlich tiefer im Atommüll-Endlager und bleibt größtenteils trocken. Größtenteils ist hierbei ein wichtiges Wort, denn täglich kommen dann doch etwa 20 Liter Wasser mit dem radioaktiven Material in Berührung. Dieses Wasser ist kontaminiert und muss laut der BGE unter Tage verbleiben – das wurde durch die atom- und strahlenschutzrechtlichen Regelungen festgesetzt.

Das Wasser soll – obwohl es von Seiten der BGE als unbedenklich gilt – bei jeder Entnahme auf radioaktive Stoffe (Tritium und Cäsium-137) überprüft werden. Bislang heißt es, dass Cäsium-137 noch gar nicht nachgewiesen worden sei und die Tritiumkonzentration weit unterhalb des Grenzwerts aus der Trinkwasserverordnung liege. Apropos Tritium: Tritium befindet sich als Gas in der Grubenluft und könnte problemlos in dem Asse-Wasser gelöst werden. Allerdings ist das Wasser-Sammelbecken abgedeckt, um genau dies vermeiden, beziehungsweise minimieren zu können.

Wenn das Wasser dann über Tage transportiert werden soll, geschieht dies in geschlossenen und verplombten Lkw, um eine Beeinflussung des Wassers von außen verhindern zu können. „Dies dient dem lückenlosen Nachweis, dass die abzugebenden Lösungen radiologisch unbedenklich sind“, schreibt die BGE.

Im Durchschnitt könnten dann alle sechs Wochen etwa zwölf bis 18 Laster mit Asse-Wasser über Peines Straßen fahren. Dieses Lkw-Aufkommen solle dann akkumuliert auf zwei bis drei Tage verteilt werden. Die BGE geht bislang aber von einem „deutlich geringeren“ Aufkommen aus.

Falls ein Lkw auf dem Transportweg verunfallen sollte, gehe für die Bevölkerung oder Umwelt keine Gefahr aus, so die BGE: „Gesonderte Schutzmaßnahmen, wie etwa bei Unfällen mit Gefahrgütern (Heizöl, Benzin und Diesel, chemische Stoffe), müssten nicht ergriffen werden.“

Von Michaela Gebauer

Das Wetter machte dem Astronomietag einen Strich durch das Teleskop – zumindest in Peine. Graue Wolken versperrten am Samstag den zahlreichen Besuchern den Blick gen Himmel in der Sternwarte am Ratsgymnasium.

25.03.2018

Einen besonderen Gottesdienst konnten die Besucher am Palmsonntag in Hohenhameln in der St.-Laurentius-Kirche erleben. Dort führten die Kirchenchöre aus Hohenhameln und Gronau im Landkreis Hildesheim gemeinsam das Passions-Oratorium von John Henry Mauder auf.

25.03.2018
Stadt Peine Antiquitätenforum im Peiner Kreismuseum - Von der kleinen Taschenuhr bis hin zum Ölgemälde

Dachbodenfunde, Erbstücke und Flohmarktschätze brachten die Besucher am Sonntag mit zum Antiquitätenforum im Kreismuseum, um sie von Experten unter die Lupe nehmen zu lassen.

25.03.2018
Anzeige