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FSME: Impfen ist der einzige Schutz

Zecken FSME: Impfen ist der einzige Schutz

Wanderurlaub, Radfahren, Camping: Immer mehr Menschen zieht es im Urlaub und Freizeit in die Natur. Eine Gefahr wird dort oftmals unterschätzt: die Zecke. Diese Tiere können neben der Borreliose auch eine durch Viren bedingte Frühsommerhirnhaut- und Hirnentzündung (FSME) übertragen, die schwere Komplikationen bis hin zu bleibenden Lähmungen zur Folge haben kann. Man kann sich gegen eine FSME-Erkrankung jedoch wirksam schützen: mit einer Impfung.

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Vorsicht: Ein Zeckenbiss kann gefährliche Erkrankungen auslösen. Der richtige Schutz ist wichtig.
 

Quelle: Foto: dpa

Peine.  Immer mehr Menschen zieht es im Urlaub und Freizeit in die Natur. Eine Gefahr wird dort oftmals unterschätzt: die Zecke. Diese Tiere können eine durch Viren bedingte Frühsommerhirnhaut- und Hirnentzündung (FSME) übertragen, die schwere Komplikationen bis hin zu bleibenden Lähmungen zur Folge haben kann. Man kann sich gegen eine FSME-Erkrankung jedoch wirksam schützen: mit einer Impfung.

Insbesondere in Süddeutschland besteht ein hohes Risiko, sich bei einem Zeckenstich mit FSME zu infizieren. In Niedersachsen gibt es noch kein ausgewiesenes Risikogebiet. „Aber auch in Niedersachsen werden immer wieder FSME-Erkrankungen registriert, im Jahr 2016 insgesamt elf Fälle“, berichtete Dr. Doris Arnold, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes. Erkrankt man an einer FSME, treten nach einer Inkubationszeit von rund sieben bis 14 Tagen zunächst Symptome auf, die vergleichbar mit einem grippalen Infekt sind. Dazu gehören Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein starkes Krankheitsgefühl. Wer an der FSME erkrankt, merkt dies allerdings nicht unbedingt: Bei 70 bis 80 Prozent der Infizierten ähnelt die Erkrankung eher einer Sommergrippe. „In 20 bis 30 Prozent aller Fälle kommt es nach einem symptomfreien Intervall aber zu starken Krankheitssymptomen, verbunden mit hohem Fieber,“ so Arnold.

Arzneimittel gegen eine FSME-Erkrankung gibt es nicht. Aus diesem Grund kommt der Impfung eine besondere Bedeutung zu. Gerade Kinder sollten den nötigen Impfschutz erhalten,da sie durch ihr altersbedingtes Verhalten in der freien Natur in starkem Maße den Zecken und ihren Stichen ausgesetzt sind. Doch auch für bestimmte Personengruppen, die sich berufs- oder freizeitbedingt viel in der Natur aufhalten, ist eine Impfung sinnvoll.

Vorsorge-Tipps zum Schutz:

• Insbesondere beim Durchstreifen des Unterholzes sollte möglichst den Körper bedeckende helle Kleidung (auf der man Zecken gut erkennen kann) und festes Schuhwerk getragen werden.

• Zeckenabweisende Hautschutzmittel sollten eingesetzt werden.

• Kinder sollten nach dem Spielen in Wald und Wiese gründlich abgesucht werden. Das gilt natürlich auch für Erwachsene, wenn sie sich dort aufgehalten haben. Zecken bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollte an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt gründlich nach Zecken gesucht werden.

• Auch bei Spaziergängen mitgeführte Tiere sollten immer kontrolliert werden, da umherwandernde und noch nicht angesaugte Zecken bei engem Kontakt auf den Menschen übergehen können.

• Und wenn man eine Zecke findet, die bereits zugestochen hat, gilt immer: Zecken möglichst schnell entfernen, da sie auch andere Krankheiten übertragen können, gegen die man sich nicht impfen lassen kann, wie die Borreliose. Die Entfernung der Zecke kann mit den Fingerspitzen oder einem Hilfsmittel wie einer Pinzette geschehen. Dabei sollte die Zecke dicht an der Hautstelle, an der sie sich festgesaugt hat, gefasst und dann vorsichtig herausgezogen werden, ohne die Zecke zu zerquetschen. Anschließend sollte die Stichstelle möglichst desinfiziert werden.

Von Anna Gröhl

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