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Experten gaben Tipps zum Schutz vor Gefahren im Internet

Glücksspielsucht Experten gaben Tipps zum Schutz vor Gefahren im Internet

Gerade für Menschen, die glücksspielsüchtig oder bereits abstinent sind, birgt Online-Werbung von quietschbunten Glücksspielseiten eine große Gefahr. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, fand gestern Abend in einem kleinen Raum im Peiner Forum eine Informationsveranstaltung zum Schutz vor Gefahren und Verlockungen im Internet statt.

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Die Referenten Lisa Vogelbein und Daniel Walbröhl hatten Präsentationen für die Info-Veranstaltung im ersten Stock des Peiner Forums geplant.

Quelle: Michaela Gebauer

Peine. Dazu eingeladen hatte die Glücksspielprävention der Jugend- und Drogenberatung Braunschweig in Kooperation mit der Firma „ckc-Group“.

Sozialpädagogin Lisa Vogelbein ist in ihren Sprechstunden auf das Thema aufmerksam geworden. Offenbar stelle der Umgang mit dem Internet für Angehörige und Betroffene gleichermaßen ein Problem dar. „Eine Angehörige meinte, dass sie die absolute Kontrolle über den Chatverlauf und die Smartphoneaktivität ihres Partners haben muss, um sich einigermaßen sicher zu fühlen“, erklärt die Sozialpädagogin. Und weiter: „Ein weiterer Betroffener hatte Angst seine Mails zu lesen, da er sich auf vielen Online-Glücksspielseiten registriert hatte. Diese Werbung könnte als Trigger fungieren und den Suchtdruck wieder auslösen.“ Referent und IT-Experte Daniel Walbröhl kann diese Angst nachvollziehen. „Glücksspielsüchtige werden mit Internetwerbung wie zum Beispiel Pop-ups dazu verleitet, ihr Geld im Internet loszuwerden“, weiß er. Deshalb ging er in seinem Vortrag insbesondere auf Pop-up Blocker wie beispielsweise „AdBlockPlus“ ein, um die plötzlich erscheinende Werbung zu unterbinden.

Besonders schockierend: Laut Vogelbein würden hochgerechnet etwa 40 000 Personen in Niedersachsen an einer Glücksspielsucht leiden. „Peine hat zurzeit 49 000 Einwohner. Man könnte sich also vorstellen, dass fast ganz Peine betroffen ist, um für diese Problematik ein Gefühl zu bekommen“, sagt Vogelbein.

Da sich aufgrund des schweren Themas nur wenige Peiner in der Öffentlichkeit zeigen wollten - wie Vogelbein vermutet - bietet die Sozialpädagogin an, einen individuellen Termin mit ihr zu vereinbaren. Sie sitzt montags in der Fachambulanz der Lukas Werk Gesundheitsdienste und ist Mobil unter der Nummer 0157/50146904 erreichbar. „Whatsapp ist aber auch möglich“, so Vogelbein.

mgb

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