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Experte fordert Infotafel

Streit um Nazi-Dichter Experte fordert Infotafel

Der Kreisheimatbund Peine begrüßt die Initiative der Grünen zum kritischen Umgang mit der Albert-Sergel-Straße. Sie fordern aber nicht wie die Grünen, dass die Straße umbenannt wird.

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Umstrittene Albert-Sergel-Straße in Peine: Peter Baumeister (Grüne) steht unter dem Straßenschild.

Quelle: A

Peine. Kreisheimatbund-Vorsitzender Dr. Ralf Holländer sagt: „Die Benennung einer Straße nach Albert Sergel ist aus heutiger Sicht äußerst kritisch zu beurteilen. Sergel kann nicht auf seine Tätigkeit als Autor unpolitischer Gedichte reduziert werden. Vielmehr hat er sich aus seiner nationalistischen Grundeinstellung heraus nach 1933 öffentlich und dauerhaft zum Nationalsozialismus bekannt und in Propaganda-Gedichten die Verehrung Adolf Hitlers gefördert.“ Deswegen könne Sergel heute keine Vorbildfunktion mehr für sich beanspruchen, wie es die Benennung einer Straße nach ihm suggeriert.

Die Benennung der Albert-Sergel-Straße hat allerdings laut Holländer vor 1933 stattgefunden. Aus diesem Grund und auch weil Sergel sich nicht aktiv an Verbrechen des Nationalsozialismus beteiligt habe, schlägt der Kreisheimatbund Peine vor, die Straße nicht umzubenennen, „sondern durch das Anbringen einer Informationstafel in einen Lernort zu verwandeln“.

Die Informationstafel könne dazu anregen, über die Biografie Sergels nachzudenken, speziell darüber, wie schmal der Grat zwischen nationalistischer Ablehnung der Republik und Befürwortung einer mörderischen Diktatur gewesen ist. Weitere Straßen sollten überprüft werden.

tk

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