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Erst angezeigt, dann verlobt

Amtsgericht Erst angezeigt, dann verlobt

Kurios: Die Verhandlung am Peiner Amtsgericht zum Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung endete für einen 39-jährigen Angeklagten bei Gericht mit einem Freispruch – wegen einer vorigen Verlobung.

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Kurioser Fall: Ein 39-Jähriger wurde vom Amtsgericht Peine freigesprochen.
 

Quelle: dpa

Peine.  Ursprünglich hatte ihn seine damalige Lebensgefährtin angezeigt, die er im Dezember 2015 übel beschimpft und mit Gegenständen beworfen haben soll. Besonders schwer wog der Vorwurf des Bespritzens mit Benzin und der Drohung sie anzuzünden und umzubringen. Hatten sich Angeklagter und vermeintlich Geschädigte damals getrennt und sie ihn angezeigt, erlebte das Gericht während der Verhandlung nun eine Überraschung. Die wenige Tage alte Verlobung der beiden ließ eine Beweisaufnahme nicht zu. Er äußerte sich nicht und auch die junge Frau machte von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht aufgrund der Verlobung Gebrauch.

Die Staatsanwaltschaft plädierte auf Freispruch, da eine Tatfeststellung ohne Zeugen und ohne Aussagen nicht möglich sei. Dem schloss sich der Richter an und verfügte, dass die Kosten des Verfahrens der Landeskasse zufallen.
 

Von Grit Storz

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