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Stadt Peine Erst Pub-Atmosphäre, dann pompöses Riverdande-Gefühl
Stadt Peine Erst Pub-Atmosphäre, dann pompöses Riverdande-Gefühl
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08:00 13.11.2010
Irische Musik: Mit typischen Instrumenten von der „grünen Insel“ begeisterten die Akteure das Publikum im Peiner Fourm. Quelle: cb

Peine. Dabei begann der Abend eher in Pub-Atmosphäre mit dem kongenialen Duo Mat Walklate an der Mundharmonika und Matt Fahey an der Gitarre. Walklate zeigte sich als wahrer Meister der Reels und Jigs. Gemächlicher ging es mit Tom O‘Donovan weiter. Der 71-Jährige präsentierte zur virtuosen Gitarrenbegleitung von Ian Smith selbst verfasste Stücke.

Gewöhnungsbedürftig war sein steifer Gesang. Sympathien waren dem irischen Original dennoch sicher. Wetterte der Umwelt-Aktivist in den Liedern doch gegen korrupte Politiker und Umweltverschmutzung.

Niamh Ni Charra und ihre Band verbanden anschließend perfekt Tradition und Moderne. Die Frontfrau brillierte auf der Fidel und der Concertina. Immer wieder wurde die Band von Gerard Butler begleitet, der mit seinem Stepptanz Riverdance-Gefühle verbreitete.

Die zweite Hälfte des Abends wurde angeführt von den seit mehr als 30 Jahren bestehenden Doonans. Dabei wirkte die Band mit Mike und Kevin Doonan, Stuart Luckley und Phill Murray frischer als manche Nachwuchsband. Das Quartett präsentierte mit dem flotten „Star of the county down“ irisches Liedgut und mit dem wunderbaren „Bring it on home to me“ sogar einen waschechten Blues. Dabei nahmen sich die sympathischen Herren selbst auf die Schippe.

Am Ende stand eine mitreißende Session der Musiker, die echte irische Lebensfreude auf die Bühne brachte. Dem Peiner Publikum gefiel es so gut, das der tosende stehende Beifall beinahe kein Ende nehmen wollte.

fl