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Stadt Peine Entsetzen in Peine über die Anschläge in Neuseeland
Stadt Peine Entsetzen in Peine über die Anschläge in Neuseeland
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21:53 15.03.2019
Ein Polizist patrouilliert hinter einem Absperrband in der Nähe einer Moschee im Zentrum von Christchurch (Neuseeland). Ein Rechtsextremer hatte dort zahlreiche Menschen getötet. Auch in Peine ist das Entsetzen über die Bluttat groß. Quelle: Foto: AP
Peine

„Eigentlich kann man das gar nicht in Worte fassen, was diese Untat für Gefühle bei einem auslöst. Im Moment sind wir alle in Trauer und bei den Hinterbliebenen der Opfer“, sagt Mehmed Akyalcin, Sprecher der Takva-Moschee-Gemeinde in Peine. „Aber wir müssen uns mit dieser Tat auseinandersetzen – und vor allem auch mit den Entwicklungen, die dazu führen konnten. Ein Mensch, der so eine Tat begeht und es zeitgleich noch filmt, ist voller Hass gegen den Islam und die Muslime.“ Und dieser Hass wurde und werde immer weiter geschürt, so Akyalcin.

„Erfüllt uns mit großer Sorge“

„Es ist höchste Zeit, den weltweit grassierenden Rechtsextremismus im Allgemeinen und die Islamfeindlichkeit im Besonderen ernst zu nehmen. Der Hass wird immer stärker und mündet zunehmend in Gewalt“, sagt der Takva-Sprecher. „Diese Entwicklungen erfüllen uns mit großer Sorge. Dem müssen wir auch hier vor Ort gemeinsam entgegenwirken.“

Dem schließt sich der Peiner Superintendent Volker Menke an. „Das ist ein entsetzlicher Anschlag. Die Trauer ist groß, unser ganzes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen“, so Menke gegenüber der PAZ. Diese Bluttat zeige, wie sehr eine Ideologie einen Menschen beeinflussen und sogar zu einem kaltblütigen Mörder machen könne. Um so wichtiger sei es, solchen Ideologien frühzeitig und immer wieder entschieden entgegenzutreten.

„Gemeinsame Wertschätzung“

„Dieser Anschlag ist auch ein Anschlag auf das gemeinsame Anliegen von Christen und Muslimen in Peine, Brücken zwischen den Religionen zu bauen. Wir lassen uns das aber nicht kaputt machen“, sagt der Superintendent.

Unter dem Titel „Was glaubst du denn?“ hat es dabei erst vor Kurzem eine Veranstaltung gegeben, bei der sich viel Peine über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihrer Religionen ausgetauscht haben (PAZ berichtete). „Und diesen Weg der gemeinsamen Gespräche, der gemeinsamen Wertschätzung werden wir gemeinsam weitergehen“, so Menke abschließend.

Von Tobias Mull

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