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Eisschollen verstopfen Schleuseneinfahrt

Mittellandkanal Eisschollen verstopfen Schleuseneinfahrt

Wenn Wilgum und Rüsum nicht mehr fahren, ist für die Binnenschiffer auf dem Mittellandkanal schon längst Feierabend: Die beiden je 600-PS-starken Eisbrecher haben noch bis zum Wochenende die Wasserstraße im Peiner Land einigermaßen offen gehalten, doch ab heute geht erstmal nichts mehr. Die Schifffahrt ist eingestellt worden.

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Eisschollen auf dem Mittellandkanal, hier in Höhe der Peiner Hertha-Peters-Brücke, behindern die Schifffahrt zunehmend: Ab heute könnten die Häfen gesperrt sein.

Quelle: im

Peine . Im Pendelverkehr sind die beiden Schlepper Wilgum und Rüsum auf dem Kanal unterwegs gewesen und haben die Eisdecke in Schollen gebrochen. „Eigentlich sind beide Fahrzeuge von der Bauart her Schlepper“, sagt Jens Helmbold, Stationsleiter der Wasserschutzpolizei in Braunschweig, „durch ihre besonders dicke Wandstärke und die vorteilhafte Bugform eignen sie sich gut zum Eisbrechen.“ In der vergangenen Woche haben die kompakten Schiffe alles gegeben, um die Wasserverbindung vom Ruhrgebiet nach Berlin und in entgegengesetzter Richtung freizuhalten. Aber seit Freitagabend ist der Elbe-Seitenkanal für die Schifffahrt wegen Eisganges gesperrt, „und damit fällt die besonders für Containerschiffe wichtige Verbindung nach Hamburg weg – und außerdem sind die Schleusen die schwächsten Glieder in der Kette.“

Selbst wenn der Schiffsverkehr auf dem Kanal noch fahren kann, ziehen die Oberkammern der Schleusen wie in Wedtlenstedt das Wasser und damit auch das Eis an. „Die gebrochenen Platten türmen sich vor der Schleusenkammer auf und versperren sie“, sagte Helmboldt.

Er rechnete am Wochenende damit, dass auch die Häfen entlang des Mittellandkanals ab heute geschlossen werden. Das gibt es längst nicht in jedem Jahr: „Als zugefroren gilt der Kanal erst, wenn niemand mehr fahren kann“, sagte er. Und seine Prognose für den Kanal in den nächsten Tagen? „Kalt und ruhig wird es werden“, sagt er, „kalt und ruhig.“

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