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Stadt Peine Eingeschränkte Schulfähigkeit Peiner Kinder: Buhmann sieht Stadt in der Pflicht
Stadt Peine Eingeschränkte Schulfähigkeit Peiner Kinder: Buhmann sieht Stadt in der Pflicht
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19:22 19.09.2018
Dr. Detlef Buhmann mit Dr. Bettina Kiessling-Klamka (links) und Dr. Sabine Meltzow bei der Präsentation der Ergebnisse der Schuleingangs-Untersuchung. Quelle: Tobias Mull
Peine

Die Ergebnisse der aktuellen Schuleingangs-Untersuchungen des Landkreises (PAZ berichtete) ziehen immer weitere Kreise. Kreis-Sozialdezernent Dr. Detlef Buhmann hat nun die enormen Unterschiede zwischen der Kernstadt und übrigen Kreis-Kommunen hervorgehoben und die Stadt zum Handeln aufgefordert.

Im gesamten Kreisgebiet waren 61 Prozent der 1300 untersuchten Kinder ohne Einschränkung beschulbar. „Damit bewegen wir uns etwa im Landesdurchschnitt“, sagte Buhmann, der am Mittwoch gemeinsam mit den beiden Kinder- und Jugendärztinnen des Gesundheitsamtes, Dr. Sabine Meltzow und Dr. Bettina Kiessling-Klamka, die aktuellen Zahlen vorstellte. Im Gebiet der Kernstadt Peine waren allerdings nur 45 Prozent der untersuchten Mädchen und Jungen uneingeschränkt beschulbar.

„Das ist doch ein eklatantes Ergebnis. Da muss unbedingt gegengesteuert werden“, sagte Buhmann in einem Pressegespräch. „Die Stadt ist gefordert, personelle Ressourcen in den Kitas zur Verfügung zu stellen.“

Prozentualer Anteil der Einschulungsempfehlungen im Landkreis Peine nach Gemeinden. Die Stadt Peine fällt dabei deutlich ab. Quelle: Landkreis Peine

Zum Hintergrund: Bei den Schuleingangs-Untersuchungen geht es um die Bereiche Sprache, Wahrnehmung, Motorik, Mitarbeit und Verhalten sowie Sehen und Hören. Entwicklungsauffälligkeiten gab es dabei vor allem im Bereich der Sprache (41 Prozent) und den geistigen Fähigkeiten (35 Prozent).

Buhmann sieht die Ursache für das schlechte Abschneiden der Kernstadt vor allem in den sogenannten Sozialräumen – also dem direkten Umfeld der Kinder. Die Kitas müssten deshalb unbedingt kompensatorische Arbeit leisten, um diese Faktoren auszugleichen. Diese Faktoren seien vor allem die Sprachkompetenz und die Bildung der Eltern.

Dr. Sabine Meltzow ergänzte, dass auch der Ausbau des individuellen Coachings für Familien den Kindern helfen würde. „Manchmal fehlt das Wissen um Förderungsmöglichkeiten für Kinder, manchmal auch das Interesse. Durch eine gezielte Ansprache hat man aber die besten Chancen gegenzusteuern“, so die Kinder- und Jugendärztin.

Von Tobias Mull

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