Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Ein Kalender, 24 Türchen und 72 Gewinne

Peine Ein Kalender, 24 Türchen und 72 Gewinne

Dagrun von Taube malt Titelbild für den Adventskalender 2009 nach einer historischen Vorlage aus dem Stadtarchiv.

Voriger Artikel
„Ausgesprochen spannende Lektüre“
Nächster Artikel
„Und immer die Frage nach dem Warum“

So sieht er aus, der Adventskalender, den die Frauen von Inner Wheel für den guten Zweck verkaufen.

Quelle: Jörg Schmidt

Peine. Der Kalender ist 42 Zentimeter breit und 30 hoch, hinter jedem seiner 24 Türchen stecken drei Gewinne und er entwickelt sich langsam zum Verkaufsschlager im Dienst der guten Sache. Das Titelbild des Adventskalenders sieht so aus: Durch die Breite Straße in Peine rollt ein Pferdegespann. Der Kutscher hat frisch geschlagene Tannenbäume geladen, die auf dem historischen Marktplatz verkauft werden sollen. Mit einer Auflage von 5000 Stück ist der durchnummerierte Kalender im Auftrag des gemeinnützigen Service-Clubs Inner Wheel Peine-Lehrte bei der Peiner Druckerei Fischer-Druck hergestellt worden.

Bis Anfang Dezember wollen die Frauen, die sich in diesem Service-Club engagieren, die Kalender zum Preis von je fünf Euro verkauft haben. Der Erlös geht nach Abzug der Kosten zur Hälfte an den Peiner Verein Heckenrose und den Verein „Keiner soll einsam sein“. Mehrere Hundert Kalender sind bereits verkauft. Nachdem während der ersten Adventskalender-Aktionen von Inner Wheel immer Fotografien zur Gestaltung des Titelbildes benutzt wurden, haben sich die Frauen um Präsidentin Karin Salzwedel in diesem Jahr für ein Gemälde entschieden, das eine Künstlerin aus den eigenen Reihen in Acryl auf Pappe gemalt hat.

Dagrun von Taube fand mit Unterstützung des Stadtarchivars Michael Utecht eine postkartengroße Schwarz-Weiß-Darstellung der Breiten Straße, die aus der Zeit um 1900 entstanden sein muss. „Das Original habe ich verwendet, aber künstlerische Verfremdungen eingearbeitet“, sagt Dagrun von Taube der PAZ.

So sind auf dem Gemälde Menschen zu sehen, die Weihnachtsbäume kaufen – ein Junge eilt herbei, um den Tannenbaum aufzuheben, der gerade vom Fuhrwerk gefallen ist. Hinter den Fenstern der Häuser scheinen helle Lichter, ganz links auf dem Bild ist ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum zu sehen. Außerdem hat die Künstlerin ein ganz bekanntes Geschäft in der Fußgängerzone und ein paar Häuser „umgezogen“. Eine gute Freundin der Künstlerin, Gisela Korbmacher, entdeckte eine frühere Wohnung auf dem Bild.

Und zu guter Letzt ist der Weiße Schwan im Zentrum des Bildes zu sehen, in leuchtendem Rot, auch das eine Erinnerung an das Original, dem der restaurierte Schwan nachempfunden ist. Erhältlich sind sie in den Geschäftsstellen der Volksbank Peine, in der Geschäftsstelle der Peiner Allgemeinen Zeitung an der Werderstraße und bei den meisten der 72 Sponsoren, die sich mit einem wertvollen Preis an dem Adventskalender beteiligt haben.

Und wer Lust hat, eine leckere Erbsensuppe neben der St. Jakobi-Kirche zu probieren, der kann sich jetzt einen Termin vormerken und am Sonnabend, 28. November doppelt Gutes tun: Die Erbsensuppe wird für den Verein „Keiner soll einsam sein“ verkauft und am Stand gibt es den Adventskalender, wenn er bis dahin nicht ausverkauft ist.

Jörg Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Braucht die Peiner Innenstadt kostenloses WLAN für alle?