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Stadt Peine Ehrenringträgerin Anna Margret Janovicz ist gestorben
Stadt Peine Ehrenringträgerin Anna Margret Janovicz ist gestorben
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20:28 24.10.2017
Anna Margret Janovicz (2.v.r.) bei einem Empfang anlässlich ihres 95. Geburtstags im Peiner Rathaus. Quelle: Archiv
Peine

Die Enkelin des Gründers der Ilseder Hütte (Gerhard Lucas Meyer) ist am Montagmorgen in ihrer Wohnung im Spitta-Heim friedlich für immer eingeschlafen, erklärte der Vorsitzende der Gerhard-Lucas-Meyer-Stiftung, Christian Axmann.

Janovicz wurde am 5. Mai 1917 in Hannover als Tochter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Ilseder Hütte, Justizrat Dr.-Ing. Wilhelm Meyer, und dessen Ehefrau Anna Glenk (Schauspielerin), geboren. In einem PAZ-Interview anlässlich ihres 95. Geburtstages erinnerte sie sich detailreich an ihre Kindheit in Peine.

„Ich habe meinen Vater oft zur Arbeit nach Ilsede begleitet, weiß noch genau, wie er mich an der Hand über das Hüttengelände führte und mir alles zeigte – was meiner Mutter eigentlich nicht recht war. Die Gerüche aus der Kokerei und das Rattern der Wagen, die zum Hochofen fuhren, waren mir vertrauter als Puppen. Das habe ich nie vergessen.“

Janovicz machte in Hannover Abitur, wurde akademisch geprüfte Übersetzerin und Diplom-Volkswirtin. Von 1946 bis 1952 war sie selbst in Peine bei der Hütte beschäftigt. 1979 gründeten sie und ihr Ehemann Wilhelm die Gerhard-Lucas-Meyer-Stiftung, die den Namen ihres Großvaters, dem Gründer der Ilseder Hütte trägt.

Die Stiftung dient bis heute dem Unterbringen und Betreuen älterer Menschen mit geringem Einkommen aus Peine und Umgebung. Insgesamt 79 Wohnungen sowie 40 Pflegeplätze sind in mehreren Bauabschnitten entstanden. Gut 16 Millionen Mark wurden in der Peiner Innenstadt investiert. Anlässlich ihres 100. Geburtstags, den Janovicz am 5. Mai diesen Jahres feierte, stattete sie die Stiftung mit weiteren 300 000 Euro aus.

Die Eheleute Janovicz zog es beruflich und zu Studienreisen häufig ins Ausland. Besonders im Gedächtnis blieb eine sechswöchige Weltreise. Die Erinnerungen an diese bewegenden Zeiten hielt Janovicz in dem Buch „Ich wollt’ mal seh’n, ob die Erde wirklich rund ist“ fest – im Alter von 99 Jahren. Es war ihr zweites Werk nach „Lebenserinnerungen... und es war doch schön“, das sie ein Jahr zuvor geschrieben hatte.

Nach vielen Jahren des Weltenbummelns lebte Janovicz lange am Wolfgangsee in Österreich und zuletzt seit 2015 im Spittaheim in Peine. 1987 war Janovicz der Ehrenring der Stadt Peine verliehen worden, ein Jahr zuvor das Bundesverdienstkreuz.

Am kommenden Montag, 30. Oktober, 14 Uhr, findet ein Trauergottesdienst in der St.-Jakobi-Kirche in Peine statt. Es sprechen die beiden Pastoren Frank Niemann und Markus Lenz, Peines Bürgermeister Klaus Saemann  sowie Christian Axmann als Vertreter der Stiftung.

von Michael Lieb

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