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Ebenbürtige Partnerin Martin Luthers

Reformationsjubiläum Ebenbürtige Partnerin Martin Luthers

Ein festlich gedeckter Tisch mit Kerzenleuchter, Samtdecken und edlem Geschirr erwartete die mehr als 70 Besucher am Montagabend in der St.-Jakobi-Kirche. An diesem nahm Katharina Luther alias Elisabeth Haug Platz, um ihr Publikum mitzunehmen in die Welt der Reformationszeit.

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Elisabeth Haug beim Vortrag in St. Jakobi.

Quelle: Nicole Laskowski

Peine. Der Kirchenkreis Peine hatte den Abend im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Reformationsjubiläum organisiert. Superintendent Dr. Volker Menke begrüßte die Gäste und berichtete kurz über den bisherigen Verlauf des Jubiläumsjahres und die weiteren Planungen.

Dann hieß es: Bühne – oder besser Altarraum – frei für Elisabeth Haug. Die Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin nahm ihren Dialog mit Ehemann Martin, genannt Martinus, auf, der freilich nur als Bild präsent war. Doch das störte nicht. Lebhaft, fordernd, hadernd, teils auch anklagend diskutierte Haug mit dem Porträt. Dabei war die Künstlerin ständig in Bewegung, ordnete Geschirr auf dem Tisch, putzte Teller, holte Bier oder bereitete Tee zu. Zwischendrin setzte sie sich in einen der bequemen Polstersessel, nur um gleich wieder aufzustehen.

Dabei riss sie Themen an, die die Welt damals und zum Teil auch heute noch bewegten und bewegen: Keuschheit, das Verhältnis von Mann und Frau, Sünde, Gier, Bereicherung und Frieden: „Stiften muss man den Frieden. Und wenn Frieden in jedem einzelnen Haus ist, dann ist Frieden im ganzen Land.“ Dabei wurde immer wieder deutlich, dass Katharina, ganz im Gegensatz zu ihren Geschlechtsgenossinnen im 16. Jahrhundert, eine ebenbürtige Partnerin des großen Reformators war. Sie war klösterlich gebildet, beherrschte Latein und führte einen großen Haushalt. Oft nahmen bis zu 40 Menschen an ihrer Tafel Platz.

Zwischen den Rezitationen und auch zum Abschluss begleitete Jacob David Pampuch die Tischreden auf der Gitarre. Auf der Orgelempore spielend, nahm er die jeweilige Stimmung auf und ließ sie in mal sanfte, mal lautere Töne fließen.

Von Nicole Laskowski

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