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Ebay-Betrug: Bewährungsstrafe für dreifache Mutter

Urteil des Amtsgerichtes Ebay-Betrug: Bewährungsstrafe für dreifache Mutter

Ebay oder andere Auktionsplattformen sind kein adäquater Ersatz für Sozialhilfestellen. Das musste jetzt auch eine 42-jährige Peinerin lernen, die gestern aufgrund eines Betrugversuches vor dem Peiner Amtsgericht stand. Das Urteil: zwei Monate Bewährungsstrafe.

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Amtsgericht Peine: Hier wurde verhandelt.

Quelle: Foto: Archiv

Peine. Laut ihrer Aussage steckte die dreifache Mutter in finanziellen Schwierigkeiten. „Ich hatte kein Geld zur Verfügung, um meine Stromrechnung zu zahlen“, erklärte die geständige Angeklagte. Deshalb hatte sie sich kurzerhand dazu entschieden, eine Spielekonsole zu versteigern, die sie aber gar nicht besaß.

„Das Geld wurde mir anschließend überweisen“, gab die Peinerin zu. Der Plan war es, den Kunden eine Zeit lang warten zu lassen, um ihm innerhalb von zwei Wochen das Geld zurückzahlen zu können. „Man Mann hat sogar versucht, eine Wii zu kaufen, um sie dem Käufer zuzuschicken“, gestand die „verzweifelte“ Angeklagte.

Allerdings ist noch immer nichts passiert. Und das, obwohl der Handel mittlerweile schon vor einem Jahr abgeschlossen wurde. Weiterhin musste das anschließende Urteil verschärft werden, da die Angeklagte bereits vorbestraft war. In den Jahren 2014 und 2015 hatte sie ebenfalls unter falscher Voraussetzung Nintendo-Spielekonsolen und Tablets von Apple verkauft.

Die Angeklagte wurde jetzt zu zwei Monaten Bewährungsstrafe verurteilt. Weiterhin soll die Frau innerhalb der nächsten drei Jahre das Geld an den Käufer zurückzahlen.„Das ist meine letzte Warnung an Sie und ich hoffe, dass ich Sie hier nicht mehr wiedersehen muss“, warnte der Richter, der sich gegen eine höhere Strafe entschieden hatte.

Im Anschluss an den Prozess gab der Richter noch zu verstehen, dass es in Peine mehrere dieser Vorfälle gibt, bei denen Peiner Ebay betrügerisch ausnutzen. „Man versucht natürlich das Geld zurückzuzahlen, allerdings ist es schwer, daran zu kommen. Deshalb bietet man immer wieder etwas an, und es wird so zu einem Teufelskreis“, warnt er. Der bessere Weg sei die Sozialhilfe.

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