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Duttenstedterin lebt in Japan: Aus Angst den Rückflug verschoben

Erdbeben-Katastrophe Duttenstedterin lebt in Japan: Aus Angst den Rückflug verschoben

Die gebürtige Duttenstedterin Katja Rauls, die in Tokio lebt und sich derzeit in Peine befindet, will wegen der Katastrophe vorerst nicht nach Japan zurückfliegen.

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Sie will wegen der Gefahr noch nicht nach Japan zurück: Die Duttenstedterin Katja Rauls hat einen Reiseführer in der Hand. Sie hat ihren Rückflug nach Tokio verschoben.

Quelle: cb

Peine . „Ich bin geschockt über die schrecklichen Folgen des Tsunamis sowie die atomare Strahlung“, sagt Rauls, die in Tokio als Übersetzerin für eine japanische Fluggesellschaft arbeitet. Deswegen bleibt die 31-Jährige vorerst bei ihren Eltern in Duttenstedt, die sie wegen eines Trauerfalls besucht hatte. „Eigentlich wollte ich jetzt wieder zurückfliegen, doch ich habe große Angst.“

Sie will jetzt noch einmal mit ihrem japanischen Arbeitgeber sprechen, um weitere Urlaubstage nehmen zu können. Rauls hat vorher Wirtschaft und Japanologie in Bremen studiert und ein Austauschjahr im japanischen Nagoya verbracht. „So habe ich Japan lieben gelernt und bin dort geblieben“, sagt sie.

Per E-Mail hält die Duttenstedterin regelmäßig Kontakt zu ihren Arbeitskollegen in Tokio. „Sie arbeiten wegen der Katastrophe täglich nur bis 14.30 Uhr, denn viele Züge fallen aus, der Strom wird für Stunden abgestellt, und in den Supermärkten gibt es fast nichts mehr zu kaufen“, sagt Rauls der PAZ. Stundenlang müsse man sich in lange Warteschlangen zwängen, um die wichtigsten Dinge zum Leben kaufen zu können. Sie betont: „Glücklicherweise besitzen die Japaner eine stoische Ruhe und lassen sich nicht aus der Fassung bringen.“

Natürlich verfolgt die 31-Jährige ständig die Nachrichten, „wobei mir auffällt, dass die atomare Gefahr durch einen Super-GAU in den japanischen Medien fast gar nicht erwähnt wird“. Das sei schon seltsam.

tk

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