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Druidenstein und Fenster vor den Nazis versteckt

Peiner Loge Druidenstein und Fenster vor den Nazis versteckt

Mit seiner außergewöhnlichen Architektur hebt sich das Gebäude an der Hindenburgstraße deutlich aus dem Stadtbild ab, es wirkt fast monumental. Die ionischen Säulen mit den schmuckvollen Kapitellen, die neoromanischen Rundbogenfenster und der Druidenstern unter dem Frontgiebel stehen für das Heim der Lessing-Loge.

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Logen-Neubau: Das Gebäude an der Hindenburgstraße im Jahr 1927.

Quelle: Stadtarchiv Peine

Peine. Errichtet wurde das Gebäude in den Jahren 1925 und 1926 für 60 000 Mark. Die Gunzelin-Loge und die Lessing-Loge bezogen es Ende Oktober 1926. Im Juni 1935 musste die Logen-Arbeit nach den Vorgaben der Nazis vorläufig eingestellt werden, inoffiziell wurde sie jedoch bereits einen Monat später wieder aufgenommen. Gerade noch rechtzeitig gelang es, die kostbaren Buntfenster auszubauen und sie in der Nachbarschaft zu verstecken. Auch der Druidenstein wurde so gerettet.

Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude als Jugendlager, Flak-Depot und Altenheim. Danach gibt es in der Chronik eine lange Lücke.

1993 wurde das Logenhaus als Kulturdenkmal ausgewiesen. Von 2002 bis 2005 wurden die Buntfenster für 44 000 Euro in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege restauriert. 2007 wurden die Innenräume restauriert, zeitgleich untersuchte ein Student die Außenfassade und zeigte Möglichkeiten zur Sanierung des mittlerweile ergrauten Putzes auf. Doch dafür fehlte bislang das Geld.

mic

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