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Stadt Peine Dohlen – ein neuer Brutvogel in Peine
Stadt Peine Dohlen – ein neuer Brutvogel in Peine
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15:01 23.01.2019
Dohlen an Nistkästen im Sommer 2018 an der Metzingschen Mühle in Stederdorf. Quelle: Willi Rühmann
Peine

Lotte Heinemann begeisterte bei der Dezember-Zusammenkunft der Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft mit einem Vortrag über Auftreten und Verhalten von Dohlen in Peine. „Im Viertel zwischen Duttenstedter Straße und Gunzelinstraße sowie Schwarzer Weg und Albert-Sergel-Straße haben es sich die Tiere vor mehr als acht Jahren in nicht mehr beheizten Schornsteinen gemütlich gemacht“, heißt es in einer Mitteilung von des Peiner Experten Professor Dr. Hans Oelke. Warum das so besonders ist? Der Nabu und der Landesbund für Vogelschutz Bayern kürten 2012 die Dohle als Vogel des Jahres, da man den kleinen Rabenvogel als vom Aussterben bedroht ansah.

Professor Dr. Hans Oelke Quelle: Archiv

Dohlen-Brutpaare in den 1960er-Jahren in Peine

In der Promotionsuntersuchung von Oelke über die Vogelwelt des Peiner Moränen- und Lößgebietes aus dem Jahre 1963 gibt es keinen Hinweis über brütende Dohlen. „Die etwa 25 Brutpaare verteilen sich damals auf Einzelpaare in Kaminen der Werkssiedlung der damaligen Preußag (1959-1962), auf Ansiedlungsversuche eines Paares im Schornstein der Apotheke Dirk in Edemissen (1959-1962) und auf einen Brutversuch im Rittergut Ankensen (1962). Bevorzugte Brutplätze bieten aber Naturhöhlen in alten Bäumen großer Waldungen und versteckte Schwarzspechthöhlen wie im Berkhöpen, Sophiental-Fürstenauer Holz und Wäldern rund um Eltze“, beschreibt der Experte.

Dohlenkolonien 1990 bis heute

„Um 1990 entwickelte sich in Schlupfwinkeln und Rohrleitungen der ehemaligen Metzingschen Mühle Stederdorf eine Dohlenkolonie mit 25 bis 30 Paaren. Schornsteinfeger Frank Pauling entdeckte damals brütende Dohlen im Bereich Herzbergweg, Duttenstedter Straße, Gunzelinstraße, Herzbergweg, Freiligrathstraße, Hindenburgstraße und der Gerhard-Hauptmann-Straße. Die Peiner Nordstadt war damals weiträumig besetzt, nicht aber die Ortsteile“, berichtet Oelke weiter. „2011 erschienen Dohlen oben im Peiner Rathaus, wo sie aus einigen Büros gut zu beobachten waren. Nur die Peiner Südstadt ist wahrscheinlich ausgespart. Hier fehlen geeignete Schornsteine.“

Gegenwärtig schätzt der Experte den Gesamtbestand in Peine auf 30 bis 50 Brutpaare. Zu Belästigungen durch verstopfte, qualmende Schornsteine und offene Klagen aus der Bevölkerung sei es nicht gekommen.

Von Kathrin Bolte

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