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Stadt Peine Dirk Borth verlässt die PAZ, Stefanie Gollasch übernimmt
Stadt Peine Dirk Borth verlässt die PAZ, Stefanie Gollasch übernimmt
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19:49 28.02.2019
Auf Wiedersehen: Chefredakteur Dirk Borth (M.) erhielt zum Abschied Geschenke aus den Händen von Michael Lieb (l.), Gordon Firl (2.v.l.) und Claudia Jeske. Gleichzeitig wurde Nachfolgerin Stefanie Gollasch (r.) begrüßt. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

In der Alten Mühle in Weyhausen verabschiedeten Kollegen, Weggefährten und Ehrengäste, darunter Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs, dessen Vorgänger Prof. Rolf Schnellecke und Peines ehemaliger Bürgermeister Michael Kessler, den 48-Jährigen. Gleichzeitig wurde seine Nachfolgerin Stefanie Gollasch herzlich begrüßt.

Dirk Borth, der 1996 bei der WAZ volontierte, später Chef vom Dienst, ab 2011 Chefredakteur in Peine und ab 2015 Chefredakteur der PAZ, WAZ und AZ war, wurde der Abschied wahrlich nicht leicht gemacht. Viele Geschenke und herzliche Worte warteten auf ihn. OB Mohrs dankte für „die offene und faire Zusammenarbeit“ und wünschte Borth alles Gute für den neuen Job. PAZ-Redaktionsleiter Thomas Kröger hatte ein Interview vorbereitet und ließ auf humorvolle Weise Höhepunkte der journalistischen Laufbahn Borths Revue passieren – auch Aktionen wie das Peiner Spargelschälen und das Peiner Freischießen waren Thema: „Ehrlichkeit und Kollegialität haben Dich ausgezeichnet“, so Kröger.

Eine Schatzkiste für Dirk Borth zum Abschied

Die Kollegen der AZ und der WAZ übergaben einen „Schatz“ – eine große Holzkiste gefüllt mit Goldtalern und edlen Tropfen. „Den Schatz haben wir beim Aufräumen im Keller gefunden – das kann nur für Käpt’n Borth sein, der von Bord geht“, scherzte WAZ-Redaktionsleiterin Claudia Jeske.

Bilder-Galerie zur Feierstunde in der Alten Mühle:

Gordon Firl, Geschäftsführer der Madsack Medien Ostniedersachsen (MMO), übergab ein VfL-Trikot, beflockt mit Borths Namen, und verabschiedete den Klassik-Fan mit einem Zitat von dessen Lieblingskomponisten Anton Bruckner: „Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen. Das passt sehr gut zu Dir“, meinte Firl. „Die Zusammenarbeit mit Dir war einfach klasse.“

Dirk Borth, den Bescheidenheit und Besonnenheit auszeichnen, war sichtlich gerührt – und gab das viele Lob prompt weiter: „Ich habe überall tolle und kompetente Kollegen gehabt, mit denen ich mir die Bälle zuspielen und auf die ich mich hundertprozentig verlassen konnte. Das wusste ich immer sehr zu schätzen.“ Mit Blick auf die Zukunft der drei Zeitungen sagte er: „Ein personeller Wechsel setzt neue Impulse, das ist wichtig - auch das wird PAZ, WAZ und AZ voranbringen. Ich bin mir sicher, dass meine Nachfolgerin Stefanie Gollasch einen wunderbaren Job machen wird.“

Generalschlüssel für die neue Chefredakteurin Stefanie Gollasch

Als neue Chefredakteurin erhielt Stefanie Gollasch dann aus den Händen des Geschäftsführers Firl symbolisch den Generalschlüssel für alle drei Redaktionen. „Meine wichtigste Botschaft ist: Wir alle sind ein Team, und wir werden zusammen Neues entwickeln und gemeinsam dabei Spaß haben“, sagte die neue Chefin. Sie freue sich, nach vielen spannenden journalistischen Stationen wieder dort angekommen zu sein, wo alles begann – in den Lokalredaktionen: „Hier gehöre ich hin!“

Zur Person: Stefanie Gollasch

Die neue Chefredakteurin Stefanie Gollasch war bisher geschäftsführende Redakteurin beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), das auch für AZ, WAZ und PAZ die Mantelseiten liefert. Dort hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass aus einer anfänglich kleinen Einheit ein großes, schlagkräftiges Netzwerk wurde, das inzwischen mehr als 50 Tageszeitungen beliefert und täglich knapp sieben Millionen Leser erreicht.

Die 52-Jährige kommt ursprünglich aus Peine und hat ihre journalistische Karriere einst bei der Peiner Allgemeinen Zeitung gestartet. Ihren ersten Redakteursjob hatte sie dann beim Eichsfelder Tageblatt in Duderstadt, es folgte die Redaktionsleitung der „Calenberger Zeitung“ mit Sitz in Barsinghausen und die Vize-Ressortleitung der Lokalredaktion der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Anschließend leitete die studierte Publizistin die Berliner-Format-Redaktion, einen Vorläufer des RND, der 2013 im neu gegründeten Netzwerk aufging. „Ich freue mich sehr, jetzt zurück in den Lokaljournalismus zu kommen – denn hier, im direkten Kontakt mit unseren Lesern, können wir am besten herausfinden, was von der Tageszeitung im digitalen Zeitalter erwartet wird“, sagt Gollasch. Wie alle Regionalredaktionen der Madsack Mediengruppe müsse auch das Team von AZ, WAZ und PAZ noch stärker als bisher die Online-Angebote in den Blick nehmen, ohne dabei jedoch die gedruckte Zeitung zu vernachlässigen. Ein Spagat, der nicht ohne Weiteres zu bewerkstelligen ist – „aber wir werden das gemeinsam schaffen und gemeinsam Erfolg haben“, kündigt die neue Chefredakteurin an.

Von Claudia Jeske

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