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Dieter Meyer rannte schon 1941 auf dem Goltzplatz

Peine Dieter Meyer rannte schon 1941 auf dem Goltzplatz

Peine . Ob Hammerwurf, Faustball oder Fußball - auf dem Peiner Goltzplatz wurden jahrzehntelang viele Sportarten gespielt. Nun plant die Stadt drastische Veränderungen (siehe Hintergrund). Das ärgert den Gadenstedter Dieter Meyer. Der 82-Jährige kennt den Traditionsplatz seit den 40er-Jahren, trainierte dort sogar für norddeutsche Meisterschaften.

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Dieter Meyer war Hammerwurf-Kreismeister: Der Gadenstedter zeigt einen alten Zeitungsbericht über den Goltzplatz.

Quelle: Jonas Szemkus

„Wenn ich auf den Goltzplatz ging, hat sich das immer angefühlt, als wenn man in ein Olympiastadion kommt“ erinnert sich Dieter Meyer aus Gadenstedt. Der 82-Jährige war bereits 1941 zum ersten Mal auf dem Traditions-Sportplatz, übernachtete auch im Sporthaus - jetzt soll das Gebäude abgerissen werden.

„Mein Patenonkel Hermann Helbsing hat mich dorthin zum Sport mitgenommen, da war ich elf Jahre alt. Ich bin dort als kleiner Junge immer rumgelaufen, als sie trainiert haben“, sagt der 82-Jährige „Ich bin dort sportlich groß geworden. Damals konnte man zum Beispiel noch am Goltzplatz schlafen und bekam etwas zu essen, wenn man dort geübt hat. Das man den Goltzplatz jetzt so verändern will, ist mir unverständlich.“

Der Sportplatz hat Tradition, findet Meyer: „Das ist eine historische Stätte, eine gewaltige Anlage, ein prächtiger Sportplatz. Da sind alle Leichtathleten aus Peine zusammengekommen. Auch die Kreismeisterschaften wurden regelmäßig dort ausgetragen.“

In früheren Jahren war der Gadenstedter erfolgreicher Leichtathlet. Während auch Faustballer, Sprinter und andere Sportler auf dem Goltzplatz trainierten, waren die Wurfdisziplinen Meyers Steckenpferd. Mit Speer, Diskus und Hammer kannte sich das Mitglied von Anker Gadenstedter bestens aus. „Die Wettkämpfe gegen die Sportler von Marathon oder Ölsburg waren immer klasse. Aber besonders die Jahner waren toll damals.“

Die Konkurrenz spornte ihn so an, dass er es bis zu norddeutschen Meisterschaften im Hammerwurf schaffte - und Rang vier holte. Bei einem ist sich Meyer sicher: „Ohne den Goltzplatz wäre das nie möglich gewesen.“

js

Wirbel um den Peiner Goltzplatz

Wirbel gibt es um den Goltzplatz in Peine: Komplett verändern soll sich das Gelände an der Spiegelbergstraße nach den Vorstellungen der Stadt Peine: Sie will das Sporthaus abreißen lassen und zehn neue Baugebiete ausweisen (PAZ berichtete). Die Peiner Sportgemeinschaft PSG ist dagegen, denn sie nutzt das Sporthaus und möchte nicht in den Keller der leerstehenden Halle des ehemaligen Peiner Tennisclubs wechseln. Auch der Polizeihunde-Sportverein Peine ist gegen die Planungen der Stadt.

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