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Diebstahl: Peiner wehrt sich gegen Strafe

Menschen vor Gericht Diebstahl: Peiner wehrt sich gegen Strafe

Weil er mit der Höhe der gegen ihn verhängten Geldstrafe wegen eines Diebstahls nicht einverstanden war, legte ein 31-Jähriger Widerspruch ein.

Peine. Jetzt wurde sein Einspruch vor dem Peiner Amtsgericht verhandelt. Der arbeitslose 31-jährige war am 21. April von einem Detektiv eines Peiner Warenhauses erwischt worden, als er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin DVDs und Konsolenspiele im Wert von 333 Euro einsteckte, ohne zu bezahlen.

Aufgrund seiner sieben Vorstrafen sollte er 90 Tagessätze zu zehn Euro zahlen. Die Strafe der Lebensgefährtin fiel mit 30 Tagessätzen geringer aus, weil sie nicht vorbestraft war. Der Mann gab die Tat vor Gericht zu: „Das war eine spontane Idee.”
Gegen die Höhe seiner Strafe wollte er sich allerdings wehren, weil sie ihm als übertrieben erschien.

Doch der Richter sah es anders: „Ich halte zehn Euro für sehr milde.” Möglich sei eine Strafhöhe von bis zu 15 Euro. „Bei der Anzahl der Tagessätze spielen verschiedene Komponenten eine Rolle”, führte der Richter weiter aus. Im Fall des 31-Jährigen seien dies auch die Vorstrafen.

„Ich würde mir überlegen, ob Sie das hier durchziehen wollen“, gab der Richter zu bedenken. Es könne auch eine höhere Strafe möglich sein, stellte er klar und bewirkte ein Umdenken bei dem 31-Jährigen.

Der nahm seinen Einspruch zurück und bekam auch grünes Licht für die Einstellung des Verfahrens von der Staatsanwältin. Nun wird der Mann die 900 Euro zahlen. Der Richter riet dem 31-Jährigen, zukünftig straffrei zu bleiben und die Finger von spontanen Diebstählen zu lassen.

fl

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