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Stadt Peine Die PUT wird in Kürze Insolvenz anmelden
Stadt Peine Die PUT wird in Kürze Insolvenz anmelden
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08:01 09.03.2018
Die Peiner Umformtechnik an der Woltorfer Straße. Das Unternehmen wird Insolvenz anmelden, die Produktion geht aber weiter.   Quelle: Thomas Freiberg
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Peine

 Jetzt also doch: Die Peiner Umformtechnik (PUT) wird Anfang kommender Woche Insolvenz anmelden. Das bestätigte der PUT-Generalbevollmächtigte Hartwig Hillert am Donnerstag auf PAZ-Anfrage. Vorausgegangen war am Mittag eine Betriebsversammlung beim traditionsreichen Schraubenhersteller an der Woltorfer Straße in Peine, an der rund 200 der insgesamt 260 Beschäftigten teilnahmen.

Die geplante Insolvenzanmeldung ist der vorläufige Schlusspunkt einer monatelangen Hängepartie. Immer wieder hatten der Betriebsrat und zuletzt auch Teile des mittleren Managements der PUT der Geschäftsführung Untätigkeit und den Ausverkauf des Unternehmens vorgeworfen, immer wieder hatte der PUT-Geschäftsführer Marc Eberle, der auch Geschäftsführer der PUT-Gesellschafterin Hanse Industriekapital ist, geschwiegen. Auch zu den aktuellen Entwicklungen wollte er sich gegenüber der PAZ nicht äußern.

Ganz anders der PUT-Betriebsratsvorsitzende Uwe Simon, der sich im Gespräch mit der Peiner Allgemeinen Zeitung kämpferisch gab: „Jetzt haben wir endlich Klarheit, jetzt muss schnell gehandelt werden“, erklärte der Arbeitnehmervertreter und skizzierte die kommenden Schritte. Simon hofft, dass das zuständige Gericht ein sogenanntes Regelinsolvenz-Verfahren beschließt. Mit einem starken Insolvenzverwalter und später einem strategischen Investor könne dann der Neustart gelingen.

Der PUT-Generalbevollmächtigte habe während der Betriebsversammlung allerdings signalisiert, dass die aktuelle Geschäftsführung eher eine sogenannte Insolvenz in Eigenverantwortung anstrebe. Das hieße, dass sie unter anderem unter Beaufsichtigung eines Sachverwalters selbst weiter agieren könnte. Das sehen Betriebsrat und Gewerkschaft allerdings kritisch.

Und wie geht es nun konkret weiter bei der PUT? Anfang kommender Woche soll die Insolvenz beim zuständigen Insolvenzgericht angemeldet werden. Bereits Ende der Woche könnte das Gericht dann schon eine Entscheidung treffen, welche Form des Insolvenzverfahrens in Frage kommt. Der Betriebsrat hat zur Untermauerung seiner Forderung nach einer Regelinsolvenz beim Gericht bereits eine sogenannte Schutzschrift hinterlegt, in der unter anderem die Präferenzen für ein mögliches Insolvenzverfahren genannt sind.

Die Arbeit gehe wie schon in den vergangenen Wochen weiter. Laut Betriebsrats-Chef Simon bedeutet das: Sporadische Produktion für die wichtigsten Kunden. „Und diese Kunden stehen hinter der Peiner Umformtechnik“, betont Simon. Ob er die Hoffnung hat, dass es die Peiner Umformtechnik in zwei Jahren noch geben wird? „Natürlich, wir werden um unsere PUT kämpfen“, so Simon abschließend.

Von Tobias Mull

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