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Stadt Peine „Die Känguru-Chroniken“ in den Festsälen
Stadt Peine „Die Känguru-Chroniken“ in den Festsälen
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16:03 28.11.2018
Großartige Darsteller erweckten die Bilder die die „Känguru“-Fans von den Figuren im Kopf haben zum Leben. Marc-Uwe (Stephan Möller-Titel) und sein Känguru (Jannik Nowak) witzelten sich durchs Stück Quelle: grit storz
Peine

Ältere Damen kicherten, junge Männer lachten laut und über allem thronte Karl Marx – genauso absurd komisch und dabei politisch sehr kritisch wie die Bücher über das Zusammenleben mit einem Känguru vom mehrfach preisgekrönten Marc-Uwe Kling war das Theaterstück „Die Känguru-Chroniken“ in den fast ausverkauften Peiner Festsälen.

Vergnüglicher Theaterabend

„Viel Schönes dabei“ könnte das lobende Fazit nach einem sehr vergnüglichen Theaterabend im Känguru-Slang ausgedrückt lauten. Die Fans des Beuteltieres kamen ebenso auf ihre Kosten wie die, die eine erste Begegnung mit Marc-Uwe und seinem kommunistischen Mitbewohner wagten.

Das Publikum. Quelle: Grit Storz

Der Name des vom Hamburger Altonaer Theater gespielten Stückes verwirrte die Kenner, sind doch die „Känguru-Chroniken“ nur der erste Teil einer mittlerweile vierbändigen Reihe, in der Kling vom Zusammenleben mit dem Känguru berichtet. Im Stück jedoch werden die ersten drei Teile miteinander verwoben. Trotzdem: Der irrwitzigen Geschichte rund um die Freundschaft des so ungleichen Paares tat dies keinen Abbruch.

Klings Pointen knallten, die wichtigsten Charaktere hatten ihren Auftritt und bei aller Komik drangen immer wieder die knallharten Gesellschaftsanalysen des Autors zu Tage. Hoch angerechnet werden muss der Inszenierung, dass sie sich nicht auf Klings Werk beschränkt sondern teils sogar tagesaktuell neue bissige Vergleiche zieht.

Großartige Darstellung durch Jannik Nowak

Wer bislang nur die Hörbücher oder Bücher vom Känguru kannte, hatte sicher auch ein Bild von diesem aufmüpfigen Tier im Kopf. Die großartige Darstellung durch Jannik Nowak entsprach sicher oft genau dieser Vorstellung. Klings alter Ego, gespielt durch Stephan Möller-Titel, kam dem Original gespenstisch nahe – flüchtig geguckt hätte auch der Autor selbst spielen können – toll!

So witzelten sich Marc-Uwe und sein Mitbewohner gemeinsam mit Kneipenbesitzerin Herta, ihrer Nachbarin und diversen anderen Frauen (alle gespielt von Katrin Gerken) sowie dem verrückten Psychiater, einigen dämlichen männlichen Figuren (alle gespielt von Johannes Merz) durchs gut zweistündige Programm. Für jeden Lachnerv war etwas dabei.

Das mittlerweile im Hörbuchmodus auf knapp 26 Stunden angewachsene Geschehen rund um die WG so zu verdichten, dass kein Qualitätsverlust entsteht, ist dem Hamburger Theater hervorragend gelungen. Tosender Applaus, rege Diskussionen beim Hinausgehen, ein klasse Abend für die Besucher.

Von Grit Storz

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