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Die Beatles eroberten Peine: Zuschauer tanzten

Musical rund um die vielleicht bekannteste Band der Welt Die Beatles eroberten Peine: Zuschauer tanzten

Es war fast wie früher: Auf der Bühne sangen die Beatles, vor der Bühne kreischte das Publikum – nur die Höschen flogen nicht. Dafür wurde im letzten Drittel des fast ausverkauften Beatles-Musicals „Backbeat – Die Beatles in Hamburg“ am Freitagabend in den Peiner Festsälen getanzt, dass die Empore wackelte.

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„Backbeats“: Das Beatles-Musical in den Peiner Festsälen ließ die Gäste zu den legendären Hits tanzen.
 

Quelle: Grit Storz

Peine.  Eingebettet in die Handlung um die Anfänge der Liverpooler „Boygroup“ rockte die Musik der frühen 1960er-Jahre den Saal. Die Geschichte der anfangs fünf wilden Musiker war den meisten Zuschauern bekannt – viele offensichtliche Fans hatten sich auf einen schönen Abend gefreut. Sie verließen den Saal mit rotgeklatschten Händen, verschwitzt vom Mittanzen, leuchtenden Augen und gefühlt 50 Jahre jünger. Auf dem Weg nach draußen wurden Erinnerungen an damals ausgetauscht und immer wieder betont, wie großartig der Abend war.

Die musikbegabten Darsteller von John, Stuart, Paul, George und Pete – so die damalige Besetzung – gaben auf der Bühne alles. Das Publikum wurde kurzerhand zu Besuchern des berüchtigten Hamburger „Indra“ und ein gewisser „Norbert“ pöbelte sich Bier trinkend aus den Zuschauerreihen heraus auf die Bühne, um dort völlig ungeniert die Welt und die Musiker zu beschimpfen. Gekonnt beschwor die Musical-Truppe das schmuddelige Flair der ersten Wirkungsstätte der späteren Weltstars in Hamburg herauf, was das Publikum mit wahren Lachsalven honorierte.

Nicht nur musikalisch ließen es die Jungs krachen, auch sonst nahmen sie wohl alle Angebote wahr – mehr oder weniger deutlich auf der Bühne angedeutet. Alles bekannt und trotzdem so großartig inszeniert, dass die Spannung während des gut zweistündigen Bühnenspektakels nicht abfiel. Viele Effekte, lustige Einlagen und immer wieder überraschende Wendungen ließen keine Langeweile aufkommen. Ganz nebenbei reihte sich Hit an Hit, reiste die Band von Hamburg nach England und zurück.

Die tragische Liebesgeschichte von Stuart Sutcliffe und Astrid Kirchherr, die erst Stuarts Rückzug aus der Band sowie schließlich seinen Tod beinhaltete, und die Abservierung von Pete Best als Schlagzeuger eröffnete den zweiten Teil der Show: Studioaufnahmen, weitere Auftritte, rasante Karriere – bekannte Musikgeschichte. Schließlich rockte die Band gemeinsam mit Ringo die Bühne und den Saal – grandios live gespielt und gesungen, toll die alten Songs interpretiert, ohne sie zu imitieren. Minutenlanger stehender Applaus, Tanzen zwischen den Reihen und immer wieder Bravo-Rufe beendeten einen tollen Abend. Fast wie früher…

Von Grit Storz

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