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Der Mensch in 64 Schichten

Peiner Klinikum Der Mensch in 64 Schichten

Probeliegen im nagelneuen Computer-Tomografen des Peiner Klinikums: Gestern nahmen Techniker des Herstellers Siemens und Mitarbeiter des Klinikums das moderne Schicht-Röntgengerät in Betrieb – nach nur dreitägiger Umbaupause.

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Maßnehmen im Computer-Tomografen des Peiner Klinikums. Mit dem Probeliegen eines Mitarbeiters präsentierten Lars Dinglinger von der Firma Siemens, der ärztliche Direktor Professor Dr. Jürgen Sorge, Chefarzt Professor Dr. Nico Hidajat und Verwaltungsdirektor Arturo Junge (von links) das neue Diagnose-Gerät.

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Peine. Er ist cremefarben, hat weiche Rundungen und trägt den Namen Emotion: Die Rede ist vom neuen Computer-Tomografen, der seit gestern im Peiner Klinikum im Einsatz ist. Sechs Schichten gleichzeitig kann der CT, wie das Geräte im Fachjargon genannt wird, röntgen. Dabei kreist der Röntgenapparat im verschlossenen Gehäuse um den Patienten, der auf einem Untersuchungsbett durch das CT fährt.

Durch das neue Gerät, das bis Pfingsten angemietet ist, verringert sich die Untersuchungszeit von Patienten auf fast die Hälfte. Gleichzeitig kann so die Zahl der Patienten pro Tag auf acht bis 15 gesteigert werden. Das sagte der Chefarzt der Radiologie, Professor Nico Hidajat. Außerdem verringere sich durch eine spezielle Computer-Programmierung die Strahlenbelastung erheblich, bei gleichzeitiger Verbesserung der Bild-Qualität.

„Durch das neue Gerät eröffnen wir ein weites Feld in der Diagnostik“, sagte der Spezialist, der gemeinsam mit Verwaltungsdirektor Arturo Junge und dem ärztlichen Direktor, Professor Jürgen Sorge, die Anlage präsentierte.

Besonders die zeitliche und räumliche Auflösung der Bilder sei herausragend, sagte der Radiologe. Eingesetzt werden, kann ein Computer-Tomograf bei vielen Krankheiten oder Verletzungen. Das gilt zum Beispiel für mehrfach schwer Verletzte, wie sie nach schweren Verkehrsunfällen beispielsweise ins Klinikum eingeliefert werden. Vorzüge hat das moderne Röntgen-Gerät aber auch bei der Untersuchung von Gefäßkrankheiten oder bei der Diagnose von Schlaganfällen. So kann die eigentliche Stelle des Hirninfarkts sehr genau lokalisiert werden.

Ein drittes Behandlungsfeld sind die Tumor-Erkrankungen. Auch dabei liefert ein CT sehr genaue Abbildungen der Krebsgeschwülste, die oft durch eine gespritzte Kontrast-Mittel-Lösung noch besser sichtbar gemacht werden können.

Obwohl es sich bei dem gestern in Betrieb genommen Gerät um eines der neusten Baureihe handelt, wie Siemens-Manager Lars Dinglinger sagte, bereitet sich das Klinikum bereits im kommenden Jahr auf den Einsatz noch modernerer Technik vor.

So ist vorgesehen, um Pfingsten herum einen sogenannten Magnet-Resonanz-Tomografen aufzubauen, der nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern arbeitet, um Bilder des menschlichen Körpers zu erzeugen. Ein 64-Zeilen-Computer-Tomograf wird durch den Umbau im Klinikum in der Nähe der Notfall-Aufnahme in Betrieb genommen. Dieses Gerät „zerlegt“ den menschlichen Körper bei einer Aufnahme in 64 Schichten und erlaubt so feinste Einblicke in den menschlichen Körper.

So können Operationen oder andere Eingriffe präzise geplant werden.

Die beiden modernen Diagnose-Geräte, die im kommenden Jahr in Betrieb gehen, kosten knapp zwei Millionen Euro. Genutzt werden sollen sie auch für die Herz-Diagnostik im Peiner Klinikum, sagte Verwaltungsdirektor Junge.

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