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Der Lage der Nation

Zu Gast in Peine Der Lage der Nation

Vor 25 Jahren hat es sowohl bei ihm als auch bei seinem Publikum „Zoom“ gemacht. Und wie! Auch wenn die meisten Jüngeren mit dem Namen des Musikers Klaus Lage nicht sofort etwas anfangen können, ist dieses „1000 mal berührt“ noch heute generationsübergreifend bekannt. Am Sonnabend, 14. November, gastiert Lage ab 20 Uhr im Peiner Forum.

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Klaus Lage.

Quelle: privat

Lage selbst wundert die „Zoom“-Wirkung nicht und bezeichnet sein Opus im Telefoninterview mit der PAZ selbst mit einer Mischung aus Selbstironie und verhaltenem Stolz als „allgemeines Kulturgut“.

Immerhin ein knappes Jahr lang habe sich das Lied damals in den Hitlisten der Radiosender behauptet und erweise sich auch heute noch ebenso bekannt, wie beispielsweise „Monopoli“, „Faust auf Faust“ oder „Mit meinen Augen“.

Auf diesem Erfolg ausgeruht hat sich Lage selbstverständlich nicht, wie die Liste seiner seitdem erschienen Alben und Single-Aufnahmen beweist. Für 250000 verkaufte Exemplare seines „Best of“-Albums bekam er im vergangenen Jahr eine goldene Schallplatte, kurz darauf erschien sein neues Album „nah und wichtig“.

Ein Motto, das dem in Soltau geborenen Musiker auch im Bezug auf sein Publikum wichtig ist. Treu ist er ihm bereits seit den 1970iger Jahren, als er mit dem „Berliner Rock-Ensemble“ als Sänger und Gitarrist von sich reden machte. „Als sich mein Erfolg als Sänger einstellte, hatte ich ja schon ein Leben hinter mir!“ präzisiert der Sänger, Texter und Komponist.

Denn seiner gesanglichen Leidenschaft zum Trotz absolviert der 1950 geborene Musik-Junior zunächst eine Ausbildung zum Kaufmann, wird später Erzieher und Sozialpädagoge. Radio Bremen wird ihn, besonders in Bezug auf seine Liedtexte später deswegen als „singenden Sozialarbeiter“ bezeichnen.

„Gar keine guten Noten in Musik“ habe er bekommen, obwohl er immer leidenschaftlich gerne gesungen habe „im CVJM, im Schulchor oder im Kindergottesdienst“, gibt Lage zu.

Die Zuneigung zur Musik entdeckt er als Junge am heimischen Röhrenradio in den 1960iger Jahren. „Elvis Presley, Little Richard und später die Beat-Bands“ inspirieren ihn zum Mitsingen von Texten, die er zunächst gar nicht versteht, die ihm aber schon aus Neugierde den Zugang zur englischen Sprache eröffnen und erleichtern.

Mit einem „Kumpel, der Gitarre spielte“, probt er in der bis zur Decke gekachelten heimischen Küche, „weil es so schön hallte“. Da der Gitarrist nicht dauerhaft verfügbar ist, quittiert Lage den vom Vater gesponserten Geigenunterricht („Ich hätte viel lieber Klavier gelernt) und sattelt als Autodidakt auf die Gitarre um. Sein erstes eigenes Instrument sei ein Geschenk von Großeltern und Eltern gewesen, erinnert er sich, die damals nicht im Ansatz mit seiner Musiker-Karriere rechneten.

Auf eine bestimmt Rolle als Liedermacher oder Rockmusiker mag er sich gar nicht festlegen lassen: „Ich bin ein Grenzgänger zwischen den Genres.“ Der Erfolg beim Publikum stelle sich durch die richtige Mischung ein.

Und den erlebt der „Lage der Nation“ immer wieder gern bei Auftritten, wie dem am Samstag im Forum, wenn es dann wieder „Zoom“ macht.

Ulrich Jaschek

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