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Stadt Peine „Depression & Co: Zurück in den Job oder ab in die Rente?“
Stadt Peine „Depression & Co: Zurück in den Job oder ab in die Rente?“
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06:00 14.10.2018
Laden zum Vortrag ein (von links): Claudia Brasse , Dr. Ellen Arnold, Matthias Adamski, Sarah Mager-Mundstock, Lutz Bödecker und Nadja Stehlin. Quelle: Antje Ehlers
Peine

Zu einem Vortrag „Depression & Co. – Zurück in den Job oder ab in die Rente?“ mit anschließender Möglichkeit zu Diskussion und Austausch lädt die Arbeitsgruppe „Seelische Gesundheit in der Arbeitswelt“ im Bündnis für Depression ein. Die Referentin Carina Henne, Expertin des Braunschweigischen Gemeindeunfallverbandes (GUV), möchte darüber informieren, was „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ (BEM) bedeutet und wie es von Arbeitnehmern genutzt werden kann.

Zahl der seelischen Erkrankungen nimmt zu

So haben Arbeitnehmer, die aus Krankheitsgründen, unter anderem eben auch psychischen Erkrankungen, länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind, Anspruch auf eine betriebliche Wiedereingliederung. Immerhin: Das Robert-Koch-Institut hat in einer Studie festegestellt, dass mittlerweile jeder fünfte Bundesbürger einmal im Leben an einer Depression erkrankt.

Und im Landkreis Peine hätte sich die Zahl der Erkrankungen an „affektiven Störungen“ laut Register ICD 3 zwischen 2002 und 2017 mehr als verdoppelt, konnte der Sozialpsychiatrische Dienst feststellen. Nadja Stehlin, Psychologin und Mitwirkende des Arbeitskreises, betont, dass seelische Erkrankungen in allen Alters- und Bevölkerungsschichten vertreten seien. „Es kann jeden treffen“, sagt sie.

Die Referentin des GUV wird während ihres Vortrages darauf eingehen, welchen Nutzen eine Wiedereingliederung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer bietet. Ebenso setzt sie sich mit der Frage auseinander, ob es nach längerer Auszeit durch zum Beispiel eine Depression tatsächlich gelingt, wieder die gewohnte Tätigkeit auszuüben.

Wiedereingliederung gut für beide Seiten

„Die Wiedereingliederung und das BEM können auf jeden Fall eine Win-win-Situation für beide Seiten, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer, bedeuten,“ erklärt Claudia Brasse. Arbeitgeber hätten einen hohen Nutzen, wenn sie auf gute Arbeitsbedingungen und den gesundheitlichen Zustand ihrer Mitarbeiter achten, um einen hohen Krankenstand gerade in Zeiten von Fachkräftemangel zu vermeiden; Arbeitnehmer hätten, wenn sie das Thema ansprechen, die Möglichkeit, ihre Arbeitsbedingungen positiv zu beeinflussen, weiß Brasse, die vormals im Personalwesen tätig war.

Die Veranstaltung, die von der Erich-Mundstock-Stiftung gefördert wird, findet am Donnerstag, 18. Oktober, von 17.30 bis 19.30 Uhr in den Räumen des KIDZ, Woltorfer Straße 64, statt und ist kostenfrei. Um eine kleine Spende zur Deckung der Kosten wird jedoch gebeten.

Von Antje Ehlers

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