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Den Rhythmus in die Füße lassen

Peiner Forum Den Rhythmus in die Füße lassen

Jetzt sind sie wieder da: die Barrelhouse-Jazzband. Verstärkt mit zwei neuen jungen Musikern will die Band zeigen, dass sie noch ihre Fans begeistern kann. Und dass man sie hören will, beweist das volle Peiner Forum.

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Die Barrelhouse Jazzband verbreitet New-Orleans-Stimmung im Peiner Forum.

Quelle: Christian Bierwagen

Peine. Die Füße wippen im Takt, die Hände klatschen im Rhythmus: Benny Goodmans „Get rhythm in your feet and music in your soul“ (Deutsch: Lass Rhythmus in deine Füße und Musik in deine Seele) passt zu jedem der Jazzkonzerte der Barrelhouse Jazzband, die es immer wieder binnen kürzester Zeit schafft, die Zuhörer mitzureißen. So war es auch im Forum in Peine, als die Männer einen Hauch vom Südstaaten-Atmosphäre ins Forum zauberten.

Schwüle Hitze New Orleans

Gerade bei den langsameren Stücken fühlt man sich in die schwüle Hitze von New Orleans versetzt. New-Orleans-Jazz, Swing, Blues und karibisch-kreolische Rhythmen stehen im Mittelpunkt des Konzertes, und mit ihrer Spielfreude begeistern die Musiker das Publikum. Bei Stücken von Duke Ellington zeigt die siebenköpfige Band, das sie auch in der Lage ist, einen Big-Band-Sound zu meistern.

Aber was ist eigentlich Barrelhouse? Als Barrelhouses gelten in den USA einfache Saloons, in denen der Schnaps direkt aus den Fässern ausgeschenkt wird und diese – dann leeren – Fässer oft das einzige Inventar sind. In den Südstaaten wurde in solchen Kneipen ein rauer, rustikaler Blues-Pianostil gespielt: der Barrelhouse, ein mitreißender, tanzbarer Rhythmus, der die Saloons zum Kochen gebracht hat.

Das funktioniert auch in Peine. Das Publikum belohnt die Musiker mit enthusiastischem Applaus, egal, ob es die Eigenkompositionen von Horst Schwarz sind, oder Interpretationen von Stücken der großen Meister des „schwarzen Jazz“ wie Jelly Roll Morton, W. C. Handy oder Count Basie. „Als kämen sie selbst aus New Orleans…“, schrieb ein Kritiker über die Band-Musiker, die seit 1968 Ehrenbürger dieser Stadt sind und die bereits ihr 56-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert haben. Recht hat er.

Gabriele Sukopp-Gieger

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