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Stadt Peine Stadt und Kreis betonen Kooperationswillen
Stadt Peine Stadt und Kreis betonen Kooperationswillen
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23:00 23.03.2018
Trafen sich im Kreishaus (von links): Landrat Franz Einhaus, Carsten Senge und Ole Siegel von der Kaufmannschaft sowie Bürgermeister Klaus Saemann. Quelle: Thomas Freiberg
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Peine

 Zuletzt hatte sich auch die Peiner Kaufmannschaft in die Debatte eingeschaltet und sich für einen Standort in der City stark gemacht – sie befürchtet ansonsten ein weiteres Ausbluten der Innenstadt, sollte sich nach dem Kreishaus II auch die Kreismusikschule in der Peripherie ansiedeln.

Bei einem gemeinsamen Treffen im Kreishaus erklärten Landrat Franz Einhaus und Bürgermeister Klaus Saemann (beide SPD) nun, warum der Standort Lindenquartier derzeit nicht infrage kommt. Gleichzeitig unterstrichen beide, dass sie sich über diese aktuelle Diskussion hinaus weiterhin gemeinsam für die Stärkung der Innenstadt einsetzen werden.

Der Landrat skizzierte zu Beginn des Gesprächs zwischen den beiden Verwaltungs-Chefs sowie Ole Siegel von der City-Gemeinschaft und Carsten Senge von der Kaufmannsgilde den Verlauf der Debatte rund um das Thema Lindenquartier und Kreismusikschule. Nach dem Ausstieg des ersten potenziellen Lindenquartier-Investors aus dem Bieter-Verfahren der Stadt Peine habe es demnach Gespräche zwischen dem Landkreis und der Stadt gegeben.

Kulturzentrum als Vorschlag

„Wir haben vorgeschlagen, dass sich der Landkreis gemeinsam mit der Stadt im Lindenquartier mit einem Kulturzentrum einbringen könnte“, sagte Einhaus. Im Gespräch waren etwa die Unterbringung der Kreisvolkshochschule, das Kreismuseum und eben die Kreismusikschule. „Die Stadt hatte sich damals jedoch entschieden, den Investorenwettbewerb weiterzuführen“, so Einhaus. Damit war der Landkreis quasi aus dem Rennen, ein Engagement innerhalb des Projektes des Investors, etwa durch eine dauerhafte Einmietung in das Gebäude, sei für den Landkreis aus rechtlichen und auch wirtschaftlichen Gründen von Anfang an nicht möglich gewesen.

„Wir waren dem Landkreis für seine Vorschläge dankbar, wollten aus unserem Bieterverfahren jedoch nicht ohne weiteres aussteigen“, erklärte Bürgermeister Saemann. „Der in diesem Investorenwettbewerb zweitplatzierte Investor THI-Holding aus Hannover hat ein tragfähiges Konzept vorgelegt, das unserer Meinung nach eine hohe Akzeptanz genießen und für die immer erhoffte Steigerung der Frequenz in der Innenstadt sorgen wird.“

Man habe nun auf Seiten der Stadt gehofft, dass sich der Landkreis eben durch eine Einmietung in den Gebäudekomplex einbringen könnte, doch leider habe sich diese Hoffnung aus den genannten Gründen letztlich zerschlagen. Saemann kündigte an, dass es bereits kurz nach Ostern eine Entscheidung geben wird.

Einhaus und Saemann unterstrichen jedoch, dass man nun weiter gemeinsam schauen wolle, wie sich der Landkreis an anderer Stelle im Stadtgebiet engagieren könnte, sollte es mit der Kreismusikschule im Lindenquartier nichts werden. „Denn das muss allen klar sein: Auch wir haben natürlich ein großes Interesse daran, unser Mittelzentrum zu fördern. Das ist doch klar“, sagte Einhaus.

Kaufmannschaft zeigt sich zuversichtlich

Die Debatte um den Standort für einen möglichen Neubau der Kreismusikschule hatte vor allem auch in der Peiner Kaufmannschaft für Diskussionen gesorgt. Nach dem Gespräch mit Landrat Franz Einhaus und Bürgermeister Klaus Saemann am Freitag im Peiner Kreishaus zeigten sich Carsten Senge von der Kaufmannsgilde und Ole Siegel von der City-Gemeinschaft nun erleichtert.

„Eine enge Kooperation zwischen Landkreis und Stadt ist dringend erforderlich, um unsere Fuhsestadt zu stärken“, erklärten sie gemeinsam. „Wir erwarten nun von der Stadtverwaltung, dass sie kreativ und aktiv dem Landkreis Flächen in der Innenstadt anbietet – und der Landkreis sich ernsthaft mit diesen Alternativen auseinandersetzt.“

Es gebe keinen Grund, für die Kreismusikschule einen Standort auf der grünen Wiese in Betracht zu ziehen, wie dies beim Kreishaus II geschehen sei. „Die Innenstadt als Raum für Einkaufen, Wohnen, Kultur und Bildung – das ist die Zukunft einer Stadt wie Peine. Dafür müssen wir alles tun. Und das nutzt dann auch dem gesamten Peiner Land“, so die beiden Kaufleute abschließend.

Von Tobias Mull

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